Benefiz-Gala: Bonbon von Koryphäen aus Kultur und Comedy

Von: Hans-Peter Leisten
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Posen für den großen Auftritt: Künstler, Künstlerinnen und Unterstützer des Hospizes laden ein zu einem kunterbunten Benefizprogramm am 13. Juni. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es ist eine illustre Runde, die sich im Tanzsaal bei Carla Brettschneider versammelt hat. Wenn man so will, eine Tanz-Ballett-Musik-Kabarett-Akrobatik-Truppe. Sie stellt einen veritablen Querschnitt durch die hohe Aachener Kleinkunstszene mit all ihren Facetten dar. Aber weder die Zusammensetzung der Gruppe noch der Ort ihres Treffens sind zufällig. Im Gegenteil.

Carla Brettschneider ist Schirmherrin des Freundeskreises Hospiz am Iterbach und hat die lokalen Kulturkoryphäen gezielt um sich geschart, um einer Benefizveranstaltung Schwung zu verleihen.

Anfang März wurde das fertige Haus am Iterbach Opfer von Brandstiftern. Die nicht gedeckten Folgekosten belaufen sich auch heute noch auf 135.000 Euro – und hier ist die Schirmherrin richtig aktiv geworden. Die Frau ist unter anderem Tanzpädagogin und Ballettschulleiterin.

Sie kann organisieren und hat direkte Verbindungen in die Kulturszene. Die hat sie genutzt, um eine Doppelveranstaltung am 13. Juni im Eurogress auf die Beine zu stellen. Dabei geht es in erster Linie um Genuss, Spaß, Kultur und Unterhaltung, auch wenn der Hintergrund ernst ist.

„Ich habe überall offene Türen eingerannt“, freut sich Carla Brettschneider. Soweit nicht komplett verplant, hätten alle spontan zugesagt. Und das bei Verzicht auf jegliche Gage. So ist eine tolle Mischung aus Schauspiel- und Rezitationskunst, aus Choreographie, HipHop, Show, Ballett, Jazz, Tango, Humoresken, Akrobatik und mehr entstanden. Und das für fast alle Altersgruppen.

Win-Win-Situation

Ganz offensichtlich hat die Initiative für den guten Zweck zu einer Win-Win-Situation geführt, denn die Künstler gewinnen dem gemeinsamen Auftritt ganz neue Seiten ab. „Wir erschließen uns natürlich auch ein neues Publikum“, bemerkt Christian Klömpken, alias „Herr Schultze“ vom Wall Street Theatre. „Wenn wir helfen können, dann kommen wir gerne“, versichert Krenne Aymans, „Direktor“ des Zirkus Configurani.

„Bei uns wird oft für Benefizveranstaltungen angefragt, aber wir müssen oft absagen“, sagt Annette Schmidt vom Theater K, „aber hier kam die Zusage von innen heraus.“ Sie wird mit Geiger Uwe Böttcher den „Geigenseppel“ von Wilhelm Busch kredenzen. Weitere Statements gehen in die selbe Richtung. „Wir helfen gerne“, betont Choreographin Marga Render, die Chefin der Tanztruppe TN Boom. Als Konkurrenz sehen sich Ballett- und Tanzschulen hier nicht.

Marga Render sah sich genauso schnell an Carla Berttschneiders Seite wie Nathalie Jungschläger vom Ballett Ferberberg. So werden am Nachmittag und Abend des 13. Juni rund 120 Tänzerinnen und Tänzer vom Mädchen bis zur Ballerina ihr Können auf die Bretter bringen. Alles altersgemäß, nachmittags für die Kinder- und Jugendgala, abends für Gesang, Tanz und Kabarett.

Zu Beginn wird Brettschneider kurze Erklärungen zum Hospiz und seinen Herausforderung geben. Auch vor dem Brüsselsaal sind bei Interesse Infos zum Thema erhältlich. Gregor Palenberg ist Vorsitzender des Freundeskreises Hospiz am Iterbach. Er freut sich doppelt auf den 13. Juni: wegen des erhofften Erlöses für das neue Hospiz und wegen des Kultur- und Kunstgenusses. Schon jetzt hat sich für ihn das Engagement gelohnt: „Die Freundlichkeit und Offenheit der Künstler sind bewegend. Wir haben die Chance, die Hospizidee auf freundliche Weise ein Stückchen näher zu bringen.“

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