Benefiz-Eishockeyturnier: Für Paulinchen gerne aufs Glatteis geführt

Von: Angelina Borger
Letzte Aktualisierung:
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Wer Feuer im Zaum hält, der darf sich auch aufs Glatteis wagen: Die Teilnehmer des Benefizturniers hatten nach überstandener Rutschpartie allen Grund zu lachen: Es kamen 9000 Euro für den Hilfsverein „Paulinchen“ zusammen. Foto: Andreas Schmitter
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Wer Feuer im Zaum hält, der darf sich auch aufs Glatteis wagen: Die Teilnehmer des Benefizturniers hatten nach überstandener Rutschpartie allen Grund zu lachen: Es kamen 9000 Euro für den Hilfsverein „Paulinchen“ zusammen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wer kennt sie nicht, „die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug“ aus Heinrich Hoffmanns „Struwwelpeter“, in dem das kleine Paulinchen allein zu Haus, trotz Warnung von Hund und Katz’ mit dem Feuerzeug ihrer Eltern spielt und ganz elendig verbrennt.

Die Geschichte gibt es allzu leider oft auch in der Realität. Des Schicksals brandverletzter Kinder hat sich daher die Aachener Feuerwehr bei „Fire on Ice – Wir brennen für das Spiel“ angenommen, in dem sie sich ein hitziges Benefiz-Eishockey-Turnier in der Eissporthalle an der Krefelderstraße lieferte. Dessen Erlös kommt dem „Paulinchen“ zu gute kommt, einer Initiative für brandverletzte Kinder.

Ausreichend geübt

Nach dem Eröffnungsspiel der Aachen Grizzlies gegen das Team der Polizei Köln trauten sich auch zwei der Wachabteilungen so wie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr aufs Eis, die in der vorherigen Wochen kräftig geübt hatten.

Initiator der Veranstaltung ist Steve Goldacker, der sowohl Verteidiger in der ersten Mannschaft des Aachener Eishockey Clubs als auch Feuerwehrmann ist. Als er den Kollegen und Vereinsmitgliedern von seiner Idee erzählte, waren diese sofort Feuer und Flamme.

Auch die stellvertretende Vorsitzende des „Paulinchen“-Vereins, Caroline Pallua, freut sich sehr über die große Anteilnahme. Als Ärztin für Allgemeine und Plastische Chirurgie am Uniklinikum Aachen hat sie langjährige berufliche Erfahrung mit brandverletzten Kindern und weiß wie folgenreich Verbrennungen bei Kindern sein können. „Jedes Jahr, werden über 6000 Kinder Opfer von Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen, die so schwer sind, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Wir freuen uns sehr, über diese Benefizveranstaltung, die neben der Geldspende, auch unsere Arbeit wertschätzt und Eltern auf die Gefahren aufmerksam macht.“

Nur über Spenden finanziert

Der Verein, der sich nur über Spenden finanziert, besteht zu zwei Dritteln aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, wie zum Beispiel Ärzten, Sanitätern oder Betroffenen, die eine 24-Stunden-Notfall-Hotline anbieten. Neben der Beratung, organisiert „Paulinchen“ auch Seminare für Eltern oder Jugendwochenenden und natürlich Präventionskampagnen. „Die Aachener Feuerwehr ist ein langjähriger Partner des Vereins und leistet großartigen Einsatz, besonders im Bereich der Prävention,“ so Pallua.

Das großartige Engagement der Brandbekämpfer zeigte sich auch auf dem Eis – das Team der Wachabteilung schlug die Führungsdienst haushoch mit 9:1. Für ein wahres Feuerwerk der Gefühle sorgte dann aber etwas anderes:

Der Scheck über 9000 Euro aus den verkauften Karten, einer Auktion und gesammelten Spenden, den Bürgermeister Norbert Plum an Caroline Pallua übergeben konnte. „Wir sind einfach nur dankbar.“

Wer sich dann noch auf Schlittschuhen halten konnte, durfte dann anschließend bei „Party on Ice“ noch ein paar freie Bahnen auf dem Eis ziehen.

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