Benefiz-Auktion: Fotografie erzielt höchsten Preis

Von: Eva Onkels
Letzte Aktualisierung:
11433422.jpg
Erstaunliche Spannbreite: Zwischen zehn und 11 000 Euro lagen die Startgebote bei der diesjährigen Auktion des neuen Aachener Kunstvereins im Kurpark. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „So intensiv gibt es junge Positionen nur bei uns“, sagt Werner Dohmen. Der 1. Vorsitzende des Neuer Aachener Kunstverein (NAK) ist sichtlich stolz auf die diesjährige Benefiz-Auktion des Vereins. Zum 29. Mal versteigerte der Kunstverein Kunstwerke zugunsten der Vereinsarbeit.

Wie wichtig die Auktion für den Verein ist, betont Ben Kaufmann, Direktor des NAK: „Hätten wir diese Auktion nicht, dann könnten wir nicht mehr aufschließen.“ Dabei wird in der Auktion nicht unbedingt teure Kunst verkauft. Das billigste Objekt starte in diesem Jahr bei 10 Euro – und verkaufte sich für sage und schreibe 170 Euro. Es handelte sich dabei um eine Schallplatte, genauer gesagt, um das von der Künstlerin Anna Meyer gestaltete Cover der Schallplatte „Über... Menschen“ von der Band Fehlfarben aus dem Jahr 2015.

Den höchsten Preis erzielte eine wunderschöne Fotografie von Andreas Magdanz. Der bekannte zeitgenössische Fotograf, der zeitweise auch in Aachen lehrte, fotografierte 2008 die ehemalige Kirche St. Rochus in der Wüstung Wollseifen, unweit der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang. Im Nebel versunken steht der trutzige Turm der Kirche zwischen kahlen Bäumen. 5000 Euro brachte das Foto dem Verein.

Neben vielen jungen Kunstwerken, waren auch viele Arbeiten von Künstlern dabei, die eng mit Aachen verbunden sind, wie beispielsweise Irmel Kamp, Hartmut Ritzerfeld oder Vera Sous. Auktionator Prof. Henrik Henstein, Chef des Kölner Auktionshauses Lempertz, gelang zudem eine spannende und gleichzeitig unterhaltsame Auktion. Zu Florian Meisenbergs Werk aus der Serie „our sunday evening carnival, the choreographics“ von 2008 meinte er im Angesicht männlicher Geschlechtsorgane: „Das müssen Sie ja nicht ständig aufhängen, das kommt ganz auf ihre Gäste an.“ Für 2600 Euro verkaufte sich das Werk.

Dass nicht jedes Kunstwerk verkauft werden kann, war den Verantwortlichen von vornherein klar. Dass es neben wenigen anderen Werken aber auch die wertvollste Arbeit des Abends treffen sollte, war, wie sowohl Hanstein als auch Kaufmann es ausdrückten durchaus „schade“. „Maton Solarisation XI/XII, O“ hieß das zweiteilige Werk von Katharina Sieverding, das mit 11.000 Euro Startgebot begann – sich aber nicht verkaufte. Dennoch zeigte sich Ben Kaufmann ebenso wie Maurice Funken, Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen, mit der Auktion zufrieden.

Neben der offenen Auktion gibt es auch eine „stille Auktion“, die noch bis Freitag, 18. Dezember, um 16 Uhr läuft. Dies hat vor allem logistische Gründe. Allein in der offenen Auktion wurden 87 Bilder versteigert, in der stillen kommen noch einmal 29 hinzu.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert