Belohnung für großen Einsatz und gute Noten

Von: Anja Mertens
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Sind begeistert, von der Förderung: Die Stipendiaten des „Start”-Projektes wurden von OB Marcel Philipp Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Oberbürgermeister Marcel Philipp macht es „richtig Spaß” dabei zuzuschauen, wie „ein Projekt wächst, wie es lebt”. Deshalb beglückwünscht er gerne persönlich die Stipendiaten des „Start”-Projekts, das in seinen Augen eben eine solche Entwicklung widerspiegelt.

Bei „Start” handelt es sich um ein Schülerstipendium für begabte und ehrenamtlich engagierte Zuwanderer. Seit 2005 ist die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen Partner der Frankfurter „Start”-Stiftung bei der Verwirklichung des Projekts in Aachen und Region. Seitdem konnten bereits 13 Schüler der Region durch die Stiftung auf ihrem Weg zum Schulabschluss begleitet werden - vier haben dieses Ziel bereits erfolgreich erreicht.

Das strebt im kommenden Sommer auch Yassmine an. Seit 2008 „Start”-Stipendiatin, wird die 19-Jährige 2011 ihr Abitur am in Alsdorf machen, danach möchte sie Jura studieren. Ihre Eltern stammen aus Marokko, sie selbst ist in der Region geboren. Was ihr am Stipendium besonders gefällt? „Man fühlt sich plötzlich integrierter in die Gesellschaft”, sagt sie. Die Seminare findet sie besonders toll.

Auch den 17-jährigen Nassim begeistern vor allem die Seminare, „weil man mehrfach gefördert wird. Sie haben gute Auswirkungen auf die Leistungen in der Schule, und man schließt neue Freundschaften.” Ehrenamtlich engagiert er sich seit drei Jahren als Rettungsschwimmer der DLRG.

Einsatz wie dieser - sei es schulisch, politisch oder sozial - gepaart mit guter Schulleistung soll durch das Stipendium belohnt werden. Die Seminare, von denen jährlich zwei verpflichtend sind und die Fertigkeiten wie Debattieren lehren sollen, sind nur ein Teil dieser Förderung. Das Stipendium schließt ebenfalls eine materielle Förderung ein, die den Schulalltag erleichtern sollen. Die Kombination macht das Stipendium so begehrt. Wie Hubert Schramm, Mitbegründer des „Start”-Projekts in Aachen, erklärt, kämen in NRW derzeit 17 Bewerber auf einen Platz. Seine Hoffnung für die nächste Bewerbungsrunde, die Mitte Februar eingeläutet wird, ist, „dass möglichst viele Schüler aus Aachen gefördert werden können. Einerseits benötigen wir dafür genügend Spenden, andererseits natürlich viele Bewerbungen.”

Wieso gerade begabte Schüler aus Zuwandererfamilien auf diese Weise gefördert werden sollen, weiß der Oberbürgermeister: „Es handelt sich bei den Schülern um Leuchttürme guter Entwicklung und Integration, und wir können dazu beitragen, dass solche Leuchttürme überhaupt erst entstehen.”
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