Aachen - Bekannte Gesichter helfen beim Übergang in die neue Schule

Bekannte Gesichter helfen beim Übergang in die neue Schule

Von: Thorsten Karbach
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Erfahren im Computerraum mit dem Programm „Lupo”, wie ihre schulische Zukunft aussehen kann: (von links) Florian Großimlinghaus, Norman Benjelloun, Thomas Becker und Paul Zaghloull mit den RMG-Lehrern Hakan Karanfil und Klaus Förster. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Paul Zaghloull ist der Sprung geglückt. Klar, sagt er, sei es schwieriger geworden. Aber als er vor einem halben Jahr von der Luise-Hensel-Realschule in die Oberstufe des Rhein-Maas-Gymnasiums (RMG) wechselte, da wusste er bereits, was ihn erwarten würde.

Denn die beiden Schulen pflegen eine Kooperation, die vor fast drei Jahren mit einem Gedanken begann, in einem Konzept ausgearbeitet wurde und nun mit Besuchen der Realschüler am Gymnasium ganz praktisch mit Leben gefüllt wird. Und so saßen und sitzen heute Luise-Hensel-Schüler im Unterricht des RMG und lernen ihre mögliche neue Schule kennen. Und Jugendliche wie der 16-jährige Paul Zaghloull, für die Besucher ein bekanntes Gesicht, sollen den Einstieg erleichtern.

„Die Grundidee ist eine politische: die Forderung nach mehr Durchlässigkeit im Schulsystem. Wir Gymnasien haben uns damit immer schwer getan”, erläutert Rhein-Maas-Direktor Jochen Geradts den Hintergrund. Rund zehn Schüler haben im Sommer den Wechsel von der „benachbarten” Realschule in die Oberstufe seiner Schule gemeistert, und auch jüngere Kinder profitieren beim Schulwechsel von der Zusammenarbeit. Sie kommen eben nicht unvorbereitet in die neue Schule.

Englisch und Biologie stand für die 22 Schulbesucher, die von RMG-Lehrer Hakan Karanfil, einem ehemaligen Luise-Hensel-Schüler, begleitet wurden, am Mittwoch zunächst auf dem Stundenplan. Außerdem lernten sie das Programm „Lupo” kennen, mit dem sie künftig ihre Oberstufenzeit durchplanen. „Ich habe schnell gemerkt, dass mir hier mehr abverlangt wird”, stellt der 16-jährige Thomas Becker anschließend fest. „Aber ich habe auch viele nette Leute kennengelernt”, berichtet der gleichaltrige Florian Großimlinghaus. Denn auch darum geht es: So ein Schulwechsel hat immer auch eine soziale Komponente. „Ich habe mich direkt gut integriert gefühlt”, erinnert sich Zagh-loull.

Es ist nicht die erste Kooperation dieser Art in Aachen. Geschwister-Scholl-Gymnasium und Hugo-Junkers-Realschule kooperieren im Schulverband, ebenso Anne-Frank-Gymnasium und David-Hansemann-Realschule (bis Schließung). Der Weg sei richtig, sagt Geradts. Die Schüler zeigen es.
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