Aachen - Beine ragen aus Kleidercontainer: Polizei muss ein- und zugreifen

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Beine ragen aus Kleidercontainer: Polizei muss ein- und zugreifen

Von: red/pol
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Altkleidercontainer
Kein Symbolfoto: Bevor die Beamten den 22-Jährigen aus dem Container zogen, gelang dieser dokumentarische Schnappschuss der Einsatzlage. Foto: Polizei Aachen

Aachen. Aus einem Altkleidercontainer ragende Beine sind kein alltäglicher Anblick. Dieses ungewöhnliche Bild bot sich am Montagmorgen einer Aachener Mutter, die mit ihren Kindern auf dem Weg zur Kita war - sie rief die Polizei.

Was dann geschah, schilderte Aachens Polizeisprecher Paul Kemen in einer durchaus anekdotenhaften Mitteilung, die wir im Folgenden weitgehend unverändert wiedergeben.

Frau: „Hier aus dem Kleidercontainer ragen zwei Füße!“
Polizei: „Wo ist das?“
Frau: „Beverstraße, am Bahnhof... die Füße bewegen sich!“
Polizei: „Wir kommen!“

Eine Polizeistreife war schnell da. Erste Versuche, per festem Klopfen am Container die Aufmerksamkeit der offensichtlich männlichen Person zu bekommen, schlugen fehl. Die strampelnden Beine signalisierten aber, dass reges Leben im halb verschwundenen Körper herrschte.

„Offensichtlich hatte sich der Betroffene beim Hineinklettern in den Container und beim Berechnen der Schwerkraft verschätzt“, stellte Kemen fest. „Jedenfalls war ersichtlich, dass ein eigenständiges Vor oder Zurück ausweglos erschien.“

Die Beamten packten herzhaft zu und zogen den Mann mit einem gehörigen Kraftaufwand aus dem Container.

Bei freier Sicht auf die obere Hälfte des Mannes erkannten sie in ihm einen alten Bekannten. Einen mehrfach vorbestraften Dieb, der schon öfters Sachen aus dem Kleidercontainer um die Ecke geholt hatte, um sie später zu verkaufen.

Interessant war auch die Aussage des 22-jährigen Mannes: „Ich hab Sachen in den Container geworfen. Dabei ist mein Portemonnaie da hineingefallen. Das suche ich jetzt. Um besser dran zu kommen, habe ich die Sachen nach draußen geworfen. Jetzt kam ich nur selber nicht mehr raus.“

Der 22-Jährige bekam den „hoheitlichen Auftrag“, die Sachen wieder in den Container zu werfen und drumherum aufzuräumen. Das tat er denn auch.

„Sein Portemonnaie fand der Mann wenig später übrigens auch - allerdings nicht im Container - wer hätte es gedacht...“, schloss Kemen seinen Bericht. Was offen geblieben sei: Wie die Mutter ihren Kindern den Vorfall erklärte.

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