Aachen - Beim Wohnen heißt Tendenz wieder „zurück in die Stadt”

Beim Wohnen heißt Tendenz wieder „zurück in die Stadt”

Von: Oliver Schmetz
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Verkauft: 2009 veräußerte die Stadt 60 Objekte für insgesamt 11 Millionen Euro - darunter auch das denkmalgeschützte Haus Nr. 4 im Hof, das ein Café beherbergt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Jahreszahl 2009 prangt auf der Hochglanzbroschüre, doch der Blick ist nach vorne gerichtet. Schließlich ist die Krise vorbei, und die positiven Anzeichen mehren sich wieder: steigende Nachfrage etwa nach Büroflächen und Wohnraum, wie Aachens Co-Dezernent Dr. Manfred Sicking ausgemacht hat.

Oder auch ein deutlicher Rückgang bei den Leerständen im Einzelhandel. Und deshalb trägt der aktuelle städtische Immobilienbericht auch einen Titel, der Aufbruch verspricht: „Neue Perspektiven”.

Die eröffnet in Aachen aber nicht nur der Aufschwung, sondern vor allem eines der wichtigsten Projekte seit Jahrzehnten: der RWTH-Campus. Denn auf den beiden Flächen Melaten und Westbahnhof, wo jeweils mehr als eine Milliarde Euro investiert werden soll, sollen insgesamt an die 10.000 Arbeitsplätze entstehen.

„Wachstumspotenzial für die Zukunft” sieht darin Dr. Ralf Otten (CDU), Vorsitzender des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses. Und eine Herausforderung: „Wir werden mehr Wohnungsbauflächen anbieten müssen.” Denn dort wie auch beim Gewerbe „hat die Stadt insgesamt zu wenig Flächen”, ergänzt Edmund Feiter, Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement. Und das, so Sicking, obwohl die Tendenz beim Wohnen wieder „zurück in die Stadt” heißt.

Am alten Tivoli, im Richtericher Dell und in Aachen-Nord soll Wohnraum geschaffen werden, weitere Informationen über künftigen Bedarf und mögliche Bebauungsnischen verspricht man sich aber von einem Gutachten, das in Kürze vorliegen und Grundlage für ein umfassendes „Handlungskonzept Wohnen” sein soll. Klar ist aber jetzt schon, dass man dabei die unterschiedlichsten Gruppen bedienen muss, betont Feiter: „Auch der soziale Wohnungsbau ist da durchaus ein Thema.”

Die Broschüre, im Fachbereich unter Federführung von Anette Reinholz erstellt, gibt auch Aufschluss übers laufende Geschäft: die An- und Verkäufe. 60 Veräußerungen - ob Grundstücke am Autobahnkreuz oder ein denkmalgeschütztes Haus am Hof - spülten 11 Millionen Euro in die Kasse. 17 Ankäufe kosteten 3,9 Millionen.

Der bedeutendste ist erst ein paar Tage alt und kostete eine Millionensumme, soll aber Schülern zugute kommen: Das Studienseminar Malmedyer Straße wurde erworben, um dem Einhard-Gymnasium eine Erweiterung und somit neue Perspektiven zu verschaffen.
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