Aachen - Beim Toben wächst die Lust aufs Lernen

Beim Toben wächst die Lust aufs Lernen

Von: Aljona Hardstock
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Die Finanzierung eines neuen K
Die Finanzierung eines neuen Klettergerüstes steht noch nicht - Geld für den Unterbau fehlt: Mit den Kindern hoffen Alexej Schneider und Katharina Rode (links) und Leiterin Heike Steffen auf Unterstützung. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das Gebäude erinnert mehr an einen Container als an einen Kindergarten. Früher waren hier mal zwei Klassenzimmer, heute gibt es vier Räume.

In einem tummeln sich gerade Kinder auf dem Fußboden. Die meisten von ihnen spielen und lachen; einige schauen neugierig auf. Für 25 Mädchen und Jungen zwischen drei und sechs Jahren ist die Kindertagesstätte in der Stettiner Straße ihr zweites Zuhause. Fünf Mal pro Woche kommen sie her, um miteinander zu spielen und zu lernen - vor allem die deutsche Sprache. „Alle unsere Kinder stammen aus Familien mit Migrationshintergrund. Oft sprechen sie kein Wort Deutsch, wenn sie zu uns kommen”, sagt Leiterin Heike Steffen. Um das zu ändern, setzen die Mitarbeiterinnen auf eine Kombination aus Bewegung und Sprachtraining.

„Kinder, die sich viel bewegen, können sich auch besser konzentrieren und sind ausgeglichener”, sagt Katharina Rode vom neuen Förderverein. Ihre Tochter Anna habe zum Beispiel nach einem Besuch auf dem Spielplatz auf einmal angefangen, völlig selbstständig ein Puzzel zusammenzusetzen. Daher wünscht die Mutter von Anna ein neues Klettergerüst für die Kita.

Das alte hat die besten Zeiten bereits hinter sich: Abgeblätterte Farbe und Schimmel dominieren das Bild. Mit einer Treppe auf der einen und einer Rutsche auf der anderen Seite bietet es auch nicht viel Abwechslung. „Manche Kinder klettern lieber auf die umstehenden Bäume als auf das Spielgerüst”, erzählt Alexej Schneider, ebenfalls Mitglied des Fördervereins.

Das soll sich nun ändern. Ein neues Außenspielgerät soll her. Die Wahl ist auf ein farbenfrohes Modell mit Kletterwand, Wackelbrücke und verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten gefallen - Rutsche inklusive. „Ein breitgefächertes Angebot an Spielmöglichkeiten war uns wichtig”, sagt Steffen. Die Kinder sollen sich erproben können.

Bei der Finanzierung des neuen Spielgerüsts ist die Kita allerdings auf Spendengelder angewiesen. Die Kosten für den Abbau und den Abtransport des alten Gerüsts sowie für den Fallschutz übernimmt die Stadt Aachen. Die Aktion „Ein Herz für Kinder” spendet das neue Klettergerüst und kommt auch für den Aufbau auf. Es fehlen aber noch über 2800 Euro für das so genannte Auskoffern. Dabei wird eine 35 Zentimeter tiefe Fläche ausgehoben, die anschließend mit Holzhäxel aufgefüllt wird und damit als Fallschutz dient. Das Angebot von Ein Herz für Kinder gilt für drei Monate; drei Wochen sind bereits verstrichen. Viel Zeit bleibt also nicht mehr. „Wenn nicht genug Spenden kommen, ist das gesamte Projekt hinfällig”, sagt Rode.

Das Konzept der Kita zeigt Erfolge, daher möchte die Kindertagesstätte nun sogar ein so genannter Bewegungskindergarten werden. Dazu werden die Mitarbeiterinnen entsprechend geschult. Im nächsten Jahr könnte es bereits soweit sein, erzählt Steffen. Doch dazu bedarf die Einrichtung der Hilfe von außen.

Wer den Kindern helfen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto der AZ-Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen” (Konto 776666, Sparkasse AC mit der BLZ. 39050000). Das Stichwort lautet Stettiner.
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