Beim „Textspiel” kommt es vor allem auf den Applaus an
Spaß an Literatur wecken: Dennis Krause, Sarah Eder, Felix Bartsch, Jan Möbus (v.l.) machten mit beim „Textspiel”. Foto: Andreas Schmitter
Die Zuschauer entscheiden, welcher Künstler gewinnt. Wer den längsten und lautesten Applaus bekommt, ist der Sieger. Während beim Poetry Slam alle literarischen Formen erlaubt sind - Lyrik, Rap oder Comedy -, soll sich beim Textspiel auf Kurzgeschichten konzentriert werden.
Doch auch hierbei haben die Künstler alle literarischen Freiheiten. Alles gemäß dem Motto „alles ist erlaubt - nur langweilig darf es nicht sein”.
Das neue Literatur-Event fand zum ersten Mal am Samstagabend im Humboldt-Haus der RWTH Aachen statt. Es traten drei junge Männer mit ihren selbstverfassten Geschichten gegeneinander an. Der Gewinner erhielt neben 100 Euro auch 100 eBookCards mit seinem Auftritt.
Organisiert wurde das Textspiel vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der RWTH Aachen und dem Epidu-Verlag. Epidu ist der erste Web-2.0-Verlag Deutschlands, bei dem die Leser entscheiden, welche Bücher verlegt werden. Er wurde 2010 in Aachen gegründet. Die Idee ist einfach: Jeder kann online eine Kurzgeschichte oder einen Roman einreichen. Der Verlag überprüft diese auf ihre Qualität und lässt dann die Leser die Werke bewerten und entscheiden, welche Geschichten verlegt werden.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Lesung der jungen Autorin Sarah Eder, die es bei Epidu schon geschafft hat. Sie trug einzelne Ausschnitte aus ihrem Buch „Herr Leben, die Rechnung bitte” vor, das bei Epidu erfolgreich verlegt wurde. Danach konnten die Teilnehmer des Wettbewerbs ihr Vortragstalent beweisen und ihre Geschichten präsentieren. Nach dem Küren des Siegers klang der Abend mit einer Aftershowparty aus.
Das Literatur-Event wurde mit einer Feier verbunden, um musikalische und literarische Künstler in einer Veranstaltung zusammenzubringen. „Wir wollen eine Literaturparty”, erklärte Cao Hung Nguyen, einer der Gründer des Epidu-Verlags und Mitorganisator des Textspiels, „und wir wollen hiermit auch zeigen, dass Literatur cool ist, und nicht langweilig”. Außerdem sei es eine gute Chance für neue Autoren, sich vorzustellen und sich bekannt zu machen. Denn um bei Textspiel aufzutreten, muss man nicht erfolgreicher Schriftsteller sein. Jeder kann sich dort als Teilnehmer bewerben, der seine Geschichte selbst geschrieben hat und sie vortragen möchte.
Der Gewinner des Textspiels am Samstagabend war Jan Möbus. Er ist kein Neuling mehr auf den deutschen Slam-Bühnen. Das Konzept des Textspiels gefällt ihm sehr. „Ich möchte den Leuten etwas bieten; sie sollen zum Lesen animiert werden und zwar in einem lockeren Umgang mit Literatur”, sagte er. Deswegen fand er auch die Idee des Verbindens von Literatur und Party sehr gut.
„Das Textspiel, oder auch Story Slam genannt, hat viel Potenzial, auch hier in Aachen”, versicherte Cao Hung Nguyen. Daher seien auch schon weitere Textspiel-Veranstaltungen in Planung, um das Konzept auszubauen und weiterzuführen. Und dass ein solches Konzept beliebt ist, hat der Samstagabend gezeigt, und nicht nur, weil das Textspiel ausverkauft war. Die Künstler haben es geschafft, das Publikum zu begeistern.
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Doch auch hierbei haben die Künstler alle literarischen Freiheiten. Alles gemäß dem Motto „alles ist erlaubt - nur langweilig darf es nicht sein”.
Das neue Literatur-Event fand zum ersten Mal am Samstagabend im Humboldt-Haus der RWTH Aachen statt. Es traten drei junge Männer mit ihren selbstverfassten Geschichten gegeneinander an. Der Gewinner erhielt neben 100 Euro auch 100 eBookCards mit seinem Auftritt.
Organisiert wurde das Textspiel vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der RWTH Aachen und dem Epidu-Verlag. Epidu ist der erste Web-2.0-Verlag Deutschlands, bei dem die Leser entscheiden, welche Bücher verlegt werden. Er wurde 2010 in Aachen gegründet. Die Idee ist einfach: Jeder kann online eine Kurzgeschichte oder einen Roman einreichen. Der Verlag überprüft diese auf ihre Qualität und lässt dann die Leser die Werke bewerten und entscheiden, welche Geschichten verlegt werden.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Lesung der jungen Autorin Sarah Eder, die es bei Epidu schon geschafft hat. Sie trug einzelne Ausschnitte aus ihrem Buch „Herr Leben, die Rechnung bitte” vor, das bei Epidu erfolgreich verlegt wurde. Danach konnten die Teilnehmer des Wettbewerbs ihr Vortragstalent beweisen und ihre Geschichten präsentieren. Nach dem Küren des Siegers klang der Abend mit einer Aftershowparty aus.
Das Literatur-Event wurde mit einer Feier verbunden, um musikalische und literarische Künstler in einer Veranstaltung zusammenzubringen. „Wir wollen eine Literaturparty”, erklärte Cao Hung Nguyen, einer der Gründer des Epidu-Verlags und Mitorganisator des Textspiels, „und wir wollen hiermit auch zeigen, dass Literatur cool ist, und nicht langweilig”. Außerdem sei es eine gute Chance für neue Autoren, sich vorzustellen und sich bekannt zu machen. Denn um bei Textspiel aufzutreten, muss man nicht erfolgreicher Schriftsteller sein. Jeder kann sich dort als Teilnehmer bewerben, der seine Geschichte selbst geschrieben hat und sie vortragen möchte.
Der Gewinner des Textspiels am Samstagabend war Jan Möbus. Er ist kein Neuling mehr auf den deutschen Slam-Bühnen. Das Konzept des Textspiels gefällt ihm sehr. „Ich möchte den Leuten etwas bieten; sie sollen zum Lesen animiert werden und zwar in einem lockeren Umgang mit Literatur”, sagte er. Deswegen fand er auch die Idee des Verbindens von Literatur und Party sehr gut.
„Das Textspiel, oder auch Story Slam genannt, hat viel Potenzial, auch hier in Aachen”, versicherte Cao Hung Nguyen. Daher seien auch schon weitere Textspiel-Veranstaltungen in Planung, um das Konzept auszubauen und weiterzuführen. Und dass ein solches Konzept beliebt ist, hat der Samstagabend gezeigt, und nicht nur, weil das Textspiel ausverkauft war. Die Künstler haben es geschafft, das Publikum zu begeistern.








