Beim „Speed-Dating“ in gerade einmal zehn Minuten zum Job

Von: Marie Eckert
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Aachen. Zehn Minuten reichen für einen ersten Eindruck – auch im Berufsleben. Zehn Minuten, das ist genug Zeit, um mit der eigenen Qualifikation und Persönlichkeit zu überzeugen.

Beim dritten „Job-Speed-Dating“ sind im Tivoli rund 100 Arbeitgeber auf gut 700 Arbeitssuchende getroffen. Das Ziel: möglichst viele Bewerbungsgespräche führen und erste Arbeitsverträge entstehen lassen.

An drei Tagen reisten Unternehmen und Arbeitnehmer aus der gesamten Euregio an. Im Vorfeld bekamen die Teilnehmer des Speed-Datings eine intensive Vorbereitung: Vorstellungsgespräche wurden simuliert, Lebensläufe aufpoliert und ein Bewerbungsflyer erstellt, der den Unternehmen in der kurzen Kennenlernrunde einen ersten Eindruck vom Gegenüber verschaffen sollte.

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch das Jobcenter der Städteregion Aachen und durch den TÜV Nord. Beim vergangenen Mal vor zwei Jahren war die Veranstaltung noch nach Regionen aufgesplittet: Einen Tag traf man sich in Aachen zum Rendezvous, den anderen in Stolberg und den letzten in Alsdorf.

Chance auch in schwierigen Fällen

In diesem Jahr traf sich die ganze Euregio in Aachen, am ersten Tag stand der Dienstleistungssektor im Vordergrund, am nächsten die Eingliederung Langzeitarbeitsloser und schließlich der gewerblich-technische Bereich. Schon im Vorfeld wurden Arbeitgeber und -nehmer je nach Profil in Pärchen eingeteilt. „Es geht darum, Menschen eine Chance zu geben, die von anderen vielleicht schon abgeschrieben worden sind“, betonte Gabriele Steffens, Bereichsleiterin von TÜV Nord in Aachen.

„Die Motivation der Arbeitgeber ist genauso groß wie die der Jobsuchenden – das passt perfekt“, sagte Hermann Oecking von der TÜV Nord-Geschäftsführung. Bei über 30 Prozent lag die Vermittlungsquote beim vergangenen Mal, auch in diesem Jahr wurden über 1000 Gespräche geführt. „1000 Gespräche sind 1000 Chancen“, sagte Oecking. Die Gespräche sind zwar genau getaktet und geplant, trotzdem gab es vor Ort die Möglichkeit, längere Gespräche in den Logen zu führen oder Zusatztermine bei anderen Arbeitgebern direkt vor Ort zu vereinbaren.

Vom ersten Date zum Traualtar

Von vielen schönen Erlebnissen haben die Organisatoren und Beteiligten gesprochen – angefangen bei einem Langzeitarbeitslosen, der plötzlich einen Arbeitsvertrag in den Händen hielt, bis hin zu einem jungen Pärchen, das beim Job-Speed-Dating erfolgreich war und daraufhin Heiratspläne schmiedete. Ein Problem anderer Art, nämlich ein zeitliches und organisatorisches, hatte ein junger Mann, der länger ohne Arbeit war: Er hatte an einem Tag fünf der zehnminütigen Gespräche mit verschiedenen Firmen – und wurde kurzerhand von allen fünf zum Probearbeiten eingeladen.

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