Beim Social Day wird der D-Hof gemeinsam noch schöner

Von: Andreas Cichowski
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Neben den vierzehn motivierten Zentis-Mitarbeitern packten auch die kleineren tatkräftig mit an. Drei neue Hochbeete und neue Sitzgelegenheiten sollen auch den Bürgern des Driescher Hofs dienen und zum Verweilen einladen. Foto: Andreas Cichowski

Driescher Hof. Am D-Hof wird Uno gespielt, der Fußball gekickt, getanzt, gekocht, und vieles mehr. Für jeden wird etwas Passendes angeboten. Doch was nützt das tollste Angebot, wenn die Örtlichkeit nicht mehr den Anforderungen entspricht? Denn am Haus und rund herum ist mit der Zeit so einiges in die Jahre gekommen.

Es gab viel zu tun in der OT D-Hof für Kinder und Jugendliche an der Königsberger Straße: Sträucher mussten zurückgeschnitten werden, Sitzgelegenheiten aufgebaut und Wände gestrichen. Viele weitere Baustellen wollte man längst in Angriff genommen haben, doch der Einrichtung fehlten dafür Personal, Zeit und Geld. „Wir sind gefördert mit öffentlichen Geldern, aber die reichen bei Weitem nicht mehr“, äußerte sich die Leiterin Sandra Jansen. Umso größer war die Freude, als man vom Social Day erfuhr, denn dieser kam gerade recht. Ein Telefonat, Planungstreffen, und prompt standen 14 Führungskräfte von Zentis mit Schaufel, Bohrmaschine und Pinsel vor der Tür. Denn einmal im Jahr engagieren sich die Mitarbeiter für gemeinnützige Projekte.

Initiator Stephan Biermann, Leiter Controlling, hatte vor vier Jahren in unserer Zeitung über ein ähnliches Projekt gelesen. Seitdem trifft sich das fünfköpfige Orga-Team quartalsweise. „Einmal im Jahr fragen wir in den Raum, ob jemand eine Idee hat“, berichtet Jürgen Born. Ist eine passende Einrichtung gefunden, geht es in die Planung. „Die Einrichtung hat in der Regel schon eine Idee, was zu tun ist“, so Born. „Der Driescher Hof wird noch schöner und wir können als Team richtig was bewegen“, meint Biermann vor dem Hintergrund, dass auch die Führungskräfte selbst von der Aktion profitieren. „Teambuilding“ sei das Stichwort.

Seit 1981 richtet sich der D-Hof mit Bildung-, Freizeit-, und Hilfsangeboten an 6- bis 27-Jährige. Bis zu 300 Kinder und Jugendliche besuchen die Einrichtung – pro Tag. Und natürlich ließen sie es sich nicht nehmen. „Die Kleinen sind ganz wild darauf“, schilderte Born, „Dumm in der Gegend rumstehend hab ich hier keinen gesehen.“

An zehn Stationen wurde teils gleichzeitig gearbeitet: Der Wandelgarten wurde mit früchtetragenden „Naschhecken“ erweitert, Obstbäume und Blumen wurden gepflanzt, es wurde gebohrt, gesägt und gestrichen. Sogar eine riesige Wurzel konnte entfernt werden. „Die haben bestimmt fünf Stunden an dieser Wurzel gehackt, jetzt stört sie nicht mehr beim Training“, freut sich Jansen über den großen Einsatz der motivierten Helfer. Auch Lilli Kuckertz beteiligte sich gern an der Aktion: „Wir sind alle Büromenschen, das hier sind außergewöhnliche Tätigkeiten für uns.“ Man solle „nicht nur in seinem eigenen Sumpf hängen, sondern auch mal über den Tellerrand hinausschauen“.

So sieht es auch der Arbeitgeber, der die Führungskräfte von der Arbeit freistellt. „Die komplette Geschäftsführung steht dahinter“, so Kuckertz. „Ich war begeistert und positiv überrascht, welche Bedeutung der Social Day für ein so großes Unternehmen hat“, meinte Jansen. Aus der Erfahrung heraus, dass alles in diesem Jahr so gut funktionierte, entsprangen sogleich die nächsten Gedanken: „Wir hatten schon die Idee, nächstes Jahr eine Social Week zu machen“, kündigte die Leiterin an.

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