Aachen - Beim Schängche wird Karneval pur gefeiert

Beim Schängche wird Karneval pur gefeiert

Von: Georg Dünnwald
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Ein pratschjeckes Publikum feierte den Öcher Prinzen Thomas II. bei seinem Besuch beim Öcher Schängche. Foto: Martin Ratajczak
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„Tant Hazzohr“ Elfriede Schultz und Spielleiter Otto Trebels fiere Fastellovend. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Neä, wor dat schönn: Et Schängche fiert Fastelovvend, und die Närrinnen und Narren im kleinen Theatersaal der Barockfa­brik am Löhergraben erlebten mal wieder den ultimativen Öcher Karneval. Ein gut aufgelegtes Publikum ist die halbe Miete für die Stockpuppen, die Jecken waren so gut aufgelegt, dass kaum mehr Miete bezahlt werden musste.

Es macht einfach Spaß, dem pratschjecken Treiben der Puppen zuzusehen, es macht großen Spaß, den menschlichen Protagonisten zuzuhören.

Fünf Termine bietet die Aachener Puppenbühne zum Fastelovvend an, die Eintrittskarten sind rasend schnell ausverkauft, da muss die Sitzung für viele interessierte Öcher Karnevalisten ein Geheimtipp bleiben, weil sie beim Kartenverkauf auf dem Trockenen sitzen bleiben.

Auf dem Trockenen sitzen die Glücklichen, die eine Eintrittskarte bekommen haben, jedoch nicht. Denn die – größtenteils – kostümierten Jecken haben jede Menge Fläschchen mitgebracht, dazu Körbe voll Püffelcher, Frikadellcher, Gürkcher, Mini-Rollmöpse, und, und, und. Bereitwillig tauscht man die guten Sachen. Es ist warm im Theatersälchen, die Heizung ist längst abgedreht. Die Jecken strahlen genügend Hitze aus.

Das Programm wird Schlag auf Schlag serviert, am Freitagabend sorgten Manfred und Jan Savelsberg mit einem Auftritt vom Feinsten für Furore, die Stadtwache Oecher Börjerwehr eroberte mit der großen jecken Streitmacht den Saal, Stimmungssänger Hans Montag brachte die Jecken zum Schunkeln, die Europaabgeordnete Sabine Verheyen bewies wieder mal, dass sie ein großes Gesangstalent ist und sich im Falle einer Abwahl auch singend durchbringen kann. Ihr „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“ toppt sogar das Original von Trude Herr. Für Nostalgie pur sorgte Dirk von Pezold mit seinem unverwechselbaren Auftritt als Lennet Kann.

Direkt zu Beginn zeigte der Öcher Prinz Thomas II., was er drauf hat. Er ist besonders erdverbunden, steht zu dieser Stadt und steht auch selbstironisch zu seinem Gewicht von 111 Kilogramm, wenn er sich als Hobbyangler als „dicker Fisch“ besingt.

Die KG Grün-Weiss Lichtenbusch beendet fast fünf Stunden später das Spektakel. Noch hat das Schängche zwei Fastlovvendsfeten vor sich. Am Freitag, 18. Januar und am Samstag, 19. Januar werden noch Hubert Minten und die Mafia Kohlscheid auftreten.

Bei den Sitzungen am vergangenen Samstag und am Sonntag waren auch Werner Heck als Hühldöppe, Josef, Jupp und Jüppchen und Capella a capella mit von der Partie. Alle traten kostenlos zugunsten des Fördervereins Öcher Schängche auf.

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