Beim Engel-Lauf kommt jeder lächelnd an

Von: André Schaefer
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Großer Moment für den kleins
Großer Moment für den kleinsten Sieger: Philipp Bund rannte bei den Bambini als Erster über die Ziellinie. Insgesamt nahmen fast 1000 Läuferinnen und Läufer am Engel-Lauf teil. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Dem einen oder anderen Läufer war zunächst nicht zum Lachen zumute. Kein Wunder, schließlich ist die zehn Kilometer lange Strecke durch den Brander Wald in Freund alles andere als ein Zuckerschlecken.

Schmerzverzerrte Gesichter gab es beim Zieleinlauf angesichts der zahlreichen Hügel im Wald zu genüge. Gelacht wurde am Ende trotzdem. Und das zurecht: Schließlich stand der 3. Aachener Engel-Lauf am Sonntag erneut ganz im Zeichen des guten Zwecks. Über 700 Sportbegeisterte schnürten ihre Schuhe und sorgten dafür, dass ein Teil des Erlöses an Kinder in Not gehen wird.

Für lächelnde Mienen sorgte aber allen voran Peter Borsdorff. Der in der Region bekannte Langstreckenläufer war auch an diesem 13. Mai erneut mit seiner Sammeldose unterwegs - so wie bei nahezu jedem Laufevent in der Region. Seit etlichen Jahren sammelt er für die Hilfsinitiative „Running for Kids”, zum ersten Mal war er in diesem Jahr im Rahmen des Engel-Laufs zudem als Moderator im Einsatz.

Und wer die Ziellinie passieren wollte, musste zunächst an Peter Borsdorff vorbei - bloß mit freundlicher Miene: „Immer schön lächeln, liebe Läuferinnen und Läufer”, schallte es über die Kunstrasenanlage des FC Germania Freund. Lange Gesichter gab es dank Peter Borsdorff nicht. „Ich helfe den Aachener Engeln natürlich sehr gerne. Schließlich geht es hier um einen guten Zweck”, sagt er.

Der gute Zweck heißt Calvin

Der gute Zweck heißt Calvin. Der Vierjährige liegt derzeit im Uniklinikum und leidet an Leukämie. „Sein großer Wunsch ist es, einmal in einen Dino-Park zu reisen. Wir wollen ihm diesen Wunsch ermöglichen”, erklärt Borsdorff. Eben weil der Engel-Lauf sozialen Projekten zugute kommt, ließ sich auch Mussa Hudrog von den „Engeln” überreden, an den Start zu gehen. Aus beruflichen Gründen hat das Aachener Lauf-Talent der ATG seine Schuhe vorübergehend an den Nagel gehängt, nahezu aus dem Stand nahm er die anspruchsvolle Strecke auf sich. „Ich habe in den vergangenen drei Monaten lediglich dreimal trainieren können. Ich wusste nicht, was mich erwartet”, sagte er nach dem Lauf.

Seine Teilnahme lohnte sich. Denn auch untrainiert schaffte es Hudrog am Ende auf das Siegertreppchen auf Platz 3. Bei den Männern war Asad Zaki vom Sportpark Kohlscheid der schnellste, bei den Frauen landete Barbara Hillebrand von den Aachener Engeln ganz vorne.

Weiter hinten im Feld und dennoch ein Gewinner war mit Sicherheit auch Martin Lücker. Der Vorsitzende des Aachener Engel-Vereins zog wie schon in den vergangenen zwei Jahren eine positive Bilanz: „Wir freuen uns riesig, dass die Veranstaltung bereits jetzt ein fester Bestandteil bei den Teilnehmern ist. So viele Läufer wie heute hatten wir bisher noch nicht”, freute sich Lücker.

Das lag im Wesentlichen auch daran, dass neben den Erwachsenen erstmals ein Kinder- und Bambini-Lauf die Veranstaltung ausschmückte. „Rechnet man alles zusammen, hatten wir heute knapp 1000 Läuferinnen und Läufer am Start. Das ist einfach toll”, so der Vorsitzende der Aachener Engel.
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