Beim Benefizlauf stehen am Ende alle auf dem Siegertreppchen

Von: André Schaefer
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Los geht‘s: Die Kinder unter fünf Jahren versetzten beim Benefizlauf im Waldstadion in Erstaunen. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Diese Geschichte handelt nicht von einem Erfolgsläufer, der am Ende nach beachtlicher Leistung ganz oben auf dem Podium steht. Sie handelt auch nicht vom Zweit- oder Drittplatzierten, die beide nur knapp den ersten Platz auf dem Siegertreppchen verpassen. Nein, sie handelt von über 1000 Hobbysportlern, die am Ende allesamt als Sieger hervorgehen.

So oder so ähnlich könnte man in knappen Sätzen das Drehbuch beschreiben, dass der 14. Benefizlauf am Sonntag im Aachener Waldstadion schrieb. Nie nahmen so viele Laufbegeisterte an dieser Sportveranstaltung teil, die unterm Strich aus einem entscheidenden Grund stattfand: dem guten Zweck.

Und so soll an dieser Stelle auch bewusst darauf verzichtet werden, die jeweiligen Sieger der einzelnen Disziplinen zu küren. Würde man fair sein wollen, so müsste man jeden einzelnen Teilnehmer namentlich erwähnen, der mit seinem Einsatz dafür gesorgt hat, dass die Veranstalter auch in diesem Jahr mit prall gefüllten Taschen etwas für den guten Zweck tun können.

„Es ist einfach schön zu sehen, dass dieser Lauf von Jahr zu Jahr immer besser wird. Wir freuen uns über dieses Rekordergebnis“, strahlte Manfred Xhonneux. Zusammen mit Ralf Hagens, Vorsitzender des Vereins „Lustlauf“, blickt der Besitzer des Runner Shop in Aachen auf eine ganz besondere Tradition zurück: „Wir haben vor 14 Jahren nicht nur den ersten Benefizlauf in Aachen auf die Beine gestellt, sondern den ersten in Deutschland überhaupt“, so ein stolzer Xhonneux.

Stolz ist auch die Summe von gut 13 000 Euro, die am Ende sowohl dem „BrustCentrum Aachen – Kreis Heinsberg“ am Marienhospital zur Früherkennung von Brustkrebs als auch dem Reisprojekt „Hele Birma“ auf Sri Lanka zu Gute kommt. Besonders für das Reisprojekt setzt sich Xhonneux schon seit vielen Jahren ein.

Voller Einsatz war am Sonntag nicht nur bei den Veranstaltern oder zahlreichen Sponsoren zu beobachten, sondern insbesondere bei den Teilnehmern selbst. Über 70 Kinder unter fünf Jahren versetzten zum Start ihre Eltern in ein kollektives Staunen, weil sie mit beachtlicher Leistung ohne Probleme die 400-Meter-Strecke meisterten. Zwar gehörte auch beim Schüler-, Team- oder Volkslauf der sportliche Ehrgeiz ein wenig dazu, doch es war nicht der Leistungsgedanke, der an diesem Tag in den Vordergrund rückte. Ganz nach dem Motto also: „Lächeln statt hecheln“, wie auf einem der Plakate zu lesen war.

Diesen Leitspruch hatte sich auch Sabine Wünsche auf die Fahne geschrieben. Die Hobbyläuferin, die „nur ab und zu an Laufveranstaltungen“ teilnimmt, ging beim 5-Kilometer-Lauf an den Start. „Ich trainiere nicht regelmäßig, aber der Benefizlauf ist in meinem Kalender fest eingetragen. Eine schöne Strecke bei schöner Atmosphäre und dazu noch zum guten Zweck: Besser geht es nicht“, meinte Wünsche, die am Ende ihr Ziel, unter 30 Minuten zu bleiben, erreichte. Auf dem Siegerfoto lächelte sie ebenso wie alle anderen Teilnehmer auch. Beim Benefizlauf kann man eben nur gewinnen.

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