Aachen - Beim Bäckerball geht‘s kunterbunt zu

Beim Bäckerball geht‘s kunterbunt zu

Von: Katharina Redanz
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Da stehen selbst einem Narrenherrscher die Federn vor Freude zu Berge: Prinz Thomas III. und sein Hofstaat erlebten einen kunterbunten und selbstverständlich karnevalsjecken Empfang beim Bäckerball im Eurogress. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Gärtnerinnen, Schokoriegel, Quietscheentchen, Cup Cakes: Die Kreativität der Jecken auf dem Bäckerball kannte keine Grenzen. Vor allem Gruppenkostüme standen in diesem Jahr hoch im Kurs – ob eine Horde Dalmatiner oder das ganze Team von Super Mario: Sie alle feierten ausgelassen beim 65. Bäckerball am Samstagabend im ausverkauften Eurogress.

Dass die Besucher bis tief in die Nacht feiern und sich mit ihren Kostümen viel Mühe geben, ist nichts neues für die Sitzung des Karnevalsvereins der Aachener Bäcker: „Wirklich jeder kommt hier im Kostüm“, sagte Präsident Michael Nobis, „das freut uns sehr und macht auch die gute Stimmung hier aus.“ Dass beim Bäckerball ein abwechslungsreiches Sitzungsprogramm für ausgelassene Stimmung im Saal sorgt, ist ebenfalls keine Neuigkeit. So konnten die Bäcker auch in diesem Jahr mit einem gelungenen Mix aus Karnevalsneulingen und Karnevalsklassikern beim Aachener Publikum punkten.

Das Publikum johlt

Dass allerdings Oberbürgermeister Marcel Philipp spontan Teil des Programms wurde, durfte die Bäcker wohl genau so überrascht haben wie ihn selbst. Nach karnevalistischen Programmpunkten wie dem Besuch des Märchenprinzen Luc I. und seines Hofstaats und dem Auftritt der Kölner Tanzgruppe „De Wahner Wibbelstetze“, musste dieser als aus dem Publikum zufällig ausgewählter Assistent zum Künstler Johnny Filion auf die Bühne. Während Filion das Publikum mit Clownerie und Akrobatik begeisterte, bewies OB Philipp spontan seine Jonglierkünste. Das Publikum johlte. Und auch De Originale wurden ihrem Ruf als Stimmungsgaranten gerecht. Applaus, Abmarsch – aber erst nach zwei Zugaben.

Mit dem Auftritt der Tanzgruppe „TN Boom“ unter der Leitung von Choreographin Marga Render wurde die Stimmung im Saal weiter aufgeheizt. Richtig hoch kochte sie dann beim Auftritt der „4 Amigos“, der „Backstreet Boys von Aachen“, so Nobis, der den ganzen Abend durch das Programm führte. Tatsächlich erinnerte das Jubeln und Ausflippen der Jecken bei Liedern wie „Alaaf der Öcher Schäng“ oder „Ich han dich jeär“ an die Backstreet Boys: Stühle wurden überflüssig oder nur zum darauf Tanzen verwendet, auch der Bäcker-Elferrat kam hinter seinem Tresen hervor und feierte gemeinsam mit den Amigos auf der Bühne.

„Die Amigos gehören seit Jahren fest zum Bäckerball sowie generell zum Aachener Karneval, und trotzdem waren sie heute wieder das Highlight“, brachte Präsident Nobis den Auftritt der vier Aachener Musiker auf den Punkt. Umso mehr freue er sich darüber, dass er die Gruppe, die ihre Wurzeln in der Tropi-Garde hat, in diesem Jahr mit der Ehrenmütze des Bäcker-Vereins auszeichnen durfte. „Wir haben uns bei den Amigos dafür bedankt, was sie mit ihren Liedern für den Aachener Karneval machen.“

Die Ehrenmütze für die 4 Amigos sei längst überfällig und genau für solche Typen ins Leben gerufen worden, so Nobis. „Auch wenn wir eigentlich weder Karnevalsorden noch -mützen besonders toll finden: Wir bedanken uns herzlich für die Ehrung“, sagte Amigo Uwe Brandt, „es macht einen Riesenspaß hier oben zu stehen und mit euch zu singen.“ Und dann gab es für ein Lied etwas, womit wohl wieder einmal keiner gerechnet hatte: Die Amigos tauschten ihre klassische Schiebermütze gegen die Bäcker-Ehrenmütze.

Nach den Amigos ging es im brodelnden Europasaal weiter mit Blasmusik von „Druckluft“, der Dance Company Aachen und dem „Heddemer Dreigestirn“, bis zum Abschluss Prinz Thomas III. Jäschke mit seinem Hofstaat und der Prinzengarde den Bäckern und feierwütigen Gästen einen Besuch abstattete. Nach verschiedenen Liedern des Prinzen gab es auf der Bühne die dritte Überraschung des Abends: Nicht nur das offizielle Tanzpaar der Garde überzeugte mit beeindruckenden Bewegungen, auch der Kommandant und Vize-Kommandant der Garde präsentierten spontan einen Paartanz und stellten sich als mehr oder weniger harmonierendes Duo heraus. „Wir sind für jeden Spaß zu haben.“

„Ich bin überglücklich, besser hätte der Abend nicht laufen können“, sagte Präsident Nobis nach Ende der Sitzung auf dem Weg zur Tanzfläche, „die Stimmung ist super und die Leute feiern.“ Aachen könne sich drauf gefasst machen, dass dies im nächsten Jahr nicht anders sein werde, fügte er noch an. 2018 können die Bäcker mit dem 66. Bäckerball ein närrisches Jubiläum feiern. „Was genau auf der Liste steht, kann ich noch nicht verraten“, so Nobis, „aber es wird auf jeden Fall ein ganz besonderes Programm.“ Dabei ist das Programm von der 65. Auflage, das bereits einige Überraschungen bereithielt, eigentlich schon schwer zu toppen.

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