Aachen - Beileidsbekundungen aus aller Welt zum Tod von Wolfgang Backé

Beileidsbekundungen aus aller Welt zum Tod von Wolfgang Backé

Von: hr
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Professor Wolfgang Backé verhalf dem Institut für hydraulische und pneumatische Antriebe und Steuerungen und damit auch der gesamten RWTH zu Weltruhm. Nun ist er wenige Tage vor seinem 87. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit gestorben. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Am Ende war es eine Erlösung“, sagt Rosemarie Seiz-Backé. Denn nach langer schwerer Krankheit ist ihr Mann, der mehrfach ausgezeichnete Universitätsprofessor Wolfgang Backé, Ende Juli nach langer schwerer Krankheit gestorben – vier Tage vor seinem 87. Geburtstag.

Zum Trauergottesdienst in der Annakirche waren zahlreiche Gäste erschienen. Sogar eine Delegation aus China, wohin der ehemalige Direktor des Instituts für hydraulische und pneumatische Antriebe und Steuerungen der RWTH Aachen Zeit seines wissenschaftlichen Wirkens enge Kontakte unterhielt, war nach Aachen gereist, um dem Wissenschaftler die letzte Ehre zu erweisen. Seitdem gehen bei seiner Witwe Beileidsschreiben aus aller Welt ein.

Kein Wunder, denn mit seiner Konzentration auf die Fluidtechnik und seiner Arbeit am Lehrstuhl für hydraulische und pneumatische Antriebe und Steuerungen, baute er eines jener Institute auf, dem die RWTH ihren Weltruf verdankt.

1929 wurde Wolfgang Backé in Kidifu in Tansania geboren. Seine Eltern betrieben dort eine Kaffeeplantage. Während des Krieges kehrte die Familie nach Deutschland zurück, nach seinem Abitur studierte er Maschinenbau mit der Fachrichtung Fertigungstechnik an der RWTH.

Promoviert hat er am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre bevor er sich mit seiner Habilitation endgültig der Fluidtechnik verschrieb. Nach einem Ausflug in die Wirtschaft als Entwicklungsleiter der Firma Rheinstahl Wagner in Dortmund erhielt er 1968 den Ruf an die RWTH Aachen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1994 „sein“ Institut für hydraulische und pneumatische Antriebe und Steuerungen aufbaute und weltweit bekannt machte.

Für sein Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Bundesverdientskreuze, die Ehrenprofessuren der chinesischen Universitäten in Tajyuan und Zhejiang sowie drei Ehrendoktorwürden. Im Jahr 2000 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Aachen-Münchener-Preis für Technik und angewandte Naturwissenschaften ausgezeichnet. Außerdem erwarb er 50 Patente auf dem Gebiet der Fluidtechnik.

Doch von all diesen Auszeichnung machte er nie ein großes Aufheben. „Er war so bescheiden“, sagt seine Witwe Rosemarie Seiz-Backé, seine Bundesverdienstkreuze habe er beispielsweise nie getragen oder umhergezeigt.

Wolfgang Backé hinterlässt neben seiner Ehefrau vier Kinder aus erster Ehe sowie sieben Enkelkinder.

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