Aachen - Bei „wohnen. unter glas“ geht es um die Haltlosen und um echte Gefühle

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Bei „wohnen. unter glas“ geht es um die Haltlosen und um echte Gefühle

Von: jgr
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Starke Dialoge für die Kammer: Regisseurin Marion Schneider-Bast (l.) und die Bühnen- und Kostümbildnerin Vesna Hiltmann blicken auf die Premiere von „wohnen. unter glas“. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein Treffen in einem Hotel. Babsi, Jeani und Max haben mal eine Wohnung geteilt. Babsi hat mit Max gekuschelt. Jeani hat mit Max geschlafen. Aber vor allem hatte man gemeinsame Ideen und Ideale. Jetzt befindet man sich in den Mitdreißigern und hat sich nichts mehr zu sagen.

Die Angst vor der Zukunft ist ein ständiger Begleiter. Angst davor, dass der Lebenshöhepunkt zu flach ausfällt. Aber es muss ja nicht alles so bleiben wie früher. Und notfalls kann man immer noch heiraten.

Ewald Palmetshofer porträtiert in seinem Stück „wohnen. unter glas“ die Haltlosen, die zwischen zu vielen Möglichkeiten feststecken. Und er schreibt von echten Gefühlen, die zwischen den Zeilen stecken. „In dem Stück geht es um drei Personen, die den Versuch wagen, ihre alte Lebensweise wieder aufleben zu lassen. Dabei kämpfen sie um eine Utopie, um die Erfüllung ihrer Sehnsucht, scheitern dabei aber aneinander“, sagt Inge Zeppenfeld, Chefdramaturgin am Theater Aachen. Am Freitag, 15. März, feiert das Stück um 20 Uhr in der Kammer Premiere. „Es geht dabei auch um alte Verletzungen, Enttäuschungen und Frust, die sich im Verlauf des Stückes langsam Bahn brechen“, so Regisseurin Marion Schneider-Bast.

Es sei ein emotionaler Kampf, der sich in den sprachgewaltigen Texten des aus Österreich stammenden Palmetshofer manifestiere, so Schneider-Bast weiter. „Die Personen schrauben sich regelrecht in ihr Reden ein. Dabei entwickelt sich eine ungeheure Kraft. Palmetshofers Sprachgrammatik mit abbrechenden oder unvollständigen Sätzen, tut ihr Übriges“, berichtet die Regisseurin.

So durchlebt der Zuschauer – komprimiert auf etwa 75 Minuten Spieldauer – eine ganze Nacht zusammen mit den drei „alten Bekannten“. Vom ersten Zusammentreffen in der Hotelbar bis hin zum Erwachen am nächsten Morgen. „Durch die Dreier-Konstellation können alle Verletzungen, die zwischen Mann und Frau, aber auch im Freundeskreis entstehen können, wunderbar gezeigt werden“, sagt Dramaturgin Inga Zeppenfeld. Am Ende steht die Frage „Wer kann uns erlösen? Ein Messias? Der Konsum? Die Liebe?“. Weitere Aufführungstermine sind am 20., 23., 26. und 30. März, 3., 12., und 19. April, 3.,10.,21. und 31. Mai sowie 15. und 30. Juni und am 7. Juli. Tickets gibt es in den Aachener Servicestellen des Zeitungsverlages im Verlagsgebäude, Dresdener Straße 3, und im Mediastore, Großkölnstraße 56 (gegenüber der Nikolauskirche).

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