Aachen - Bei vielen platzt Traum von der Wunschschule

Bei vielen platzt Traum von der Wunschschule

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Bei jeder weiterführenden Schulform gibt es angesichts des demographischen Wandels mehr Plätze als Bewerber, bloß bei den Gesamtschulen nicht. Diese - keineswegs neue - Erkenntnis lässt sich auch aus den aktuellen Anmeldezahlen für 2009/2010 herauslesen, die jetzt komplett vorliegen.

Konkret heißt das: Die Gesamtschulen hatten wie berichtet 778 Anmeldungen bei 513 Plätzen, mussten also 265 Kinder ablehnen. Die Gymnasien verbuchten dagegen 1146 Anmeldungen bei 1220 freien Plätzen. Auf die Realschulen wollten 363 Kinder bei 420, auf die Hauptschulen 177 bei 224 Plätzen.

Das heißt jedoch noch lange nicht, dass bei Gymnasien und Realschulen alle Fünftklässler an ihrer Wunschschule landen. So mussten Pius, Viktoriaschule, St. Ursula, Rhein-Maas-Gymnasium, Einhard- und Inda-Gymnasium Interessenten ablehnen, weil die Nachfrage höher war als das Angebot. Teils waren es nur einige wenige Ablehnungen, teils war die Zahl der Enttäuschten hoch wie am Rhein-Maas (17 Ablehnungen, am Pius (19) oder an Viktoria (63).

Die beliebteste Realschule ist wie schon im Vorjahr die Luise-Hensel-Realschule in Burtscheid, die 137 Anmeldungen verzeichnet. Die Folge: Auch diese Schule muss 12 Kinder ablehnen. Deren Eltern erhalten im Laufe der kommenden Woche von der Stadt einen Brief, der ihnen Alternativ-Einrichtungen nennt.

Das gilt im Übrigen auch für die Eltern von neun Kindern, die an ihrem Wunsch-Gymnasium abgelehnt wurden, aber keinen Zweitwunsch angegeben haben. Die Unterlagen der Schüler mit Zweitwunsch werden an diese Schule weitergereicht. Sie müssen sich jedoch dort aus rechtlichen Gründen neu anmelden. Informiert werden aber auch alle Eltern, deren Kinder die Wunschschule besuchen können.

Bei den Hauptschulen gibt es keine Ablehnungen, aber ein Sorgenkind: Die Hauptschule Kronenberg bleibt mit 15 Anmeldungen zum zweiten Mal in Folge unter der Mindestzahl von 18. Wie es dort künftig weitergeht, wird in der nächsten Woche sicherlich im Schulausschuss die Politik beschäftigen. Allerdings ist die Tendenz bei den sechs Aachener Hauptschulen nicht durch die Bank rückläufig, sondern es gibt sogar einen positiven Ausreißer: Die Hauptschule Aretzstraße im Ostviertel verzeichnet 35 Anmeldungen nach 22 im Vorjahr - ein satter Anstieg um 50 Prozent.
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