Bei schönem Wetter wachsen im Westpark die Müllberge

Von: os/rr
Letzte Aktualisierung:
8270856.jpg
Zusatzschicht am Samstagmorgen: Michael Kremer sammelt Müll in den Grünanlagen auf, den Feiernde am Vorabend zurückgelassen haben. Im Westpark kommt da schon mal über eine Tonne zusammen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Stadtpark an der Monheimsallee finden sie zerschlagenes Glas – mitten auf dem Kinderspielplatz. Flaschen treiben auch im nahe gelegenen Brunnen an der Wasseroberfläche, was die Müllbeseitigung erheblich erschwert. Aber das kennen die Männer vom Stadtbetrieb schon.

Im Westpark beispielsweise scheint es mitunter auch ein beliebter Zeitvertreib zu sein, leere Bier-, Wein und Schnapsflaschen einfach in den Weiher zu schmeißen. Und diesen schwimmenden Abfall müssen Eugen Heinrich, Michael Kremer und Vladimir Zakzevskig an diesem frühen Samstagmorgen irgendwie herausfischen.

Die drei Männer vom Stadtbetrieb bilden an diesem Tag den neuen Wochenenddienst, mit dem die Stadtverwaltung seit Mitte Juni die Aachener Parks und Grünanlagen auch samstags und sonntags auf Vordermann bringen will. Aus gegebenem Anlass übrigens: Denn immer dann, wenn im Sommer hohe Temperaturen und Sonnenschein tausende Aachener ins Freie locken, wachsen dort die Müllberge. Besonders gut lässt sich das in unschöner Regelmäßigkeit an den neun öffentlichen Grillplätzen im Stadtgebiet beobachten.

Und so haben sich die drei Müllwerker, deren Schicht an diesem Morgen von 6.30 bis 13 Uhr dauert, nicht nur mit schwimmenden Flaschen, sondern auch mit unzähligen benutzten Grillschalen uns sonstigem Grillmüll herumzuschlagen. Mancherorts werden die Grillplätze sogar als illegale Hausmüllabladeplätze missbraucht: Im Westpark haben einige Zeitgenossen ihre Müllsäcke nachts einfach mal dazugestellt...

Die Männer vom Stadtbetrieb tragen es mit Fassung. Ist ja noch halb so wild, sagen sie, jedenfalls im Vergleich zum vorigen Samstag. Da habe man alleine im Westpark 1,2 Tonnen Müll eingesammelt. Diesmal sind es in Westpark und Kennedypark zusammen aber auch immerhin 13 Säcke, deren teure Entsorgung auf Kosten der Steuerzahler sich die Stadt eigentlich ganz einfach sparen könnte. Es müsste bloß jeder seinen eigenen Müll mitnehmen.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert