Bei „Nightwash“ gibt es keinen Schonwaschgang

Von: Julia Gröbbels
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Packender Abend: Die „Nightwash“-Truppe brachte das Aachener Audimax mächtig zum Brodeln. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Von wegen Schonwaschgang! Humor immer volle Pulle, Zwerchfellattacken im Schleudermodus, Spaßalarm und Comedians, die in höchster Drehzahl ihre Gags und Pointen abschießen.

Dieses Versprechen der Macher der berühmt-berüchtigten Comedy-Staffel „Nightwash“, haben die Comedians Luke Mockridge, Uli Grewe, Abdelkarim, Michi Dietmayr und Maxi Gstettenbauer mit ihrem neuen Programm sogar noch übertroffen und haben dem altersmäßig überraschend gemischten Publikum im Audimax mit einem Trommelfeuer an blitzsauberer Unterhaltung so richtig eingeheizt.

Obwohl der samstägliche Auftritt im Audimax den Tourabschluss der diesjährigen Nightwash-Staffel bildete, war bei den fünf Nachwuchs- und Berufscomedians von Ermüdungserscheinungen keine Spur. So heizte Moderator Luke Mockridge, frischgekürter Gewinner des Comedy-Preises 2013, das Publikum mit feinster Stand-Up-Comedy auf, bei der er einer Schülerin, einem Geburtstagskind, sowie einem Junggesellinnenabschied mit seinen Improvisations- sowie Sangeskünsten einen unvergesslichen Abend bescherte.

Für die Hauptwaschgänge war wieder eine wilde Mischung aus bekannten Comedians, Shootingstars der Szene und neuen Talenten dabei: Uli Grewe, Nightwash-Talent-Award-Gewinner aus 2011, drehte mit seiner „Beatbox-Comedy“ richtig auf. Dazu brauchte er bloß seine Stimme, ein Mikro und eine Loop-Station, mit der er alles vervielfachte. Mit kluger Ironie berichtete der gebürtige Marokkaner Abdelkarim aus der Parallelwelt in der Bielefelder Bronx. Ganz nebenbei räumte der mehrfach ausgezeichnete Comedy-Senkrechtstarter mit gängigen Klischees auf.

Für einen weiteren Höhepunkt im knapp dreistündigen Programm sorgte Michi Dietmayr. Der Liedermacher aus Bayern lieferte mit seinem Lied, das aus einem weiblichen Part „Hunger, Pippi, Kalt“ und einem männlichen Part „Fußball, Schweinsbraten und a halba Bier“ bestand und im Kanon vom Publikum gesungen wurde den Ohrwurm des Abends. Auch Maxi Gstettenbauer, der als bekennender Nerd auftrat, erzeugte in der Studentenstadt Aachen einen hohen Wiedererkennungswert, indem er die Generation 2.0, ihre Vorlieben und Macken treffend auf den Punkt brachte.

Dem Publikum gefiel es. „Nightwash ist sehr abwechslungsreich, da immer wieder neue und unbekannte Künstler dabei sind“, so Katja Schwickath, die mit ihrem Freund extra aus Bitburg in der Eifel angereist war, um im Audimax einen Comedy-Abend zu genießen. Und so lautete das Fazit vieler Zuschauer: Im nächsten Jahr werden sie wieder da sein, wenn das Team von Nightwash das Audimax zum Brodeln bringt.

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