Bei Kindern und Alten nimmt die Armut weiter zu

Von: Valerie Barsig
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Aachen. Eine stabile Gesellschaft fördern, Probleme erkennen und sie anpacken - „damit uns die Dinge nicht um die Ohren fliegen, wie es in Großbritannien passiert ist”, meint Sozialdezernent der Stadt Aachen, Heinz Lindgens. Zu diesem Zweck werden die Ergebnisse des zweiten Aachener Integrationsmonitorings vorgestellt.

Die Situation der rund 80.000 Migranten in Aachen von 2006-2009 soll so erfasst werden. „Beantwortet werden soll die Frage, ob Integration in Aachen gelingt oder nicht”, meint Lindgens. Außerdem versuche man natürlich Problemfelder aufzuzeigen, in denen noch Handlungsbedarf besteht. Untersucht wurden Bereiche wie die rechtliche Integration, Bildung, soziale Sicherung, politische Beteiligung aber auch Sprache, Gesundheit und Wohnen der Menschen mit Migrationshintergrund.

„Besonders schlecht sieht es in Bereichen Altersarmut und Armut von Kindern aus, die Entwicklung in der Sprache ist eher negativ als positiv, obwohl dort schon sehr viel gemacht wird und auch in der sozialen Sicherung besteht Handlungsbedarf”, meint Heinrich Emonts, Leiter des Fachbereichs Soziales und Integration.

Es gibt aber auch durchaus positive Entwicklungen: So hat sich die Chancengleichheit von deutschen und ausländischen Kindern in Kitas verbessert. Auch in Sachen Hochschul- und Fachhochschulreife geht der Trend in eine gute Richtung: Bei ausländischen Jugendlichen machte 2009 jeder vierte seinen Abschluss, 2006 war es nur jeder fünfte.

„Das zeigt, dass die Einstellung zum Bildungserwerb bei Zuwanderern immer besser wird”, meint Iris Kreutzer, Integrationsbeauftragte der Stadt. Auch im Bereich Migrantenökonomie gebe es viele positive Entwicklungstendenzen, die aber nicht von der Statistik erfasst werden. „In Aachen passiert eine Menge, es gibt nicht nur Defizite”, sagt sie.

Wer sich näher zur Studie informieren will, kann das online unter http://www.integration-aachen.de tun oder an der nächsten Sitzung des Integrationsrates heute um 17 Uhr oder am Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie am 24. November teilnehmen.
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