Bei der Komödie „Noch einmal, aber besser“ geht's ans Eingemachte

Von: Marie Eckert
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Freunde, Anwältinnen, Eheleute: In der Komödie „Noch einmal, aber besser“ geht es ans Eingemachte. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Was wäre gewesen, wenn…“ ist eine Frage, die sich wahrscheinlich jeder schon einmal gestellt hat. Protagonist Thomas steht in der Komödie „Noch einmal, aber besser“ vor genau diesem Problem: Seit 20 Jahren ist er mit seiner Frau Vera verheiratet und plötzlich steht sie mit ihrer Anwältin im heimischen Wohnzimmer und will die Scheidung. Wie konnte es so weit kommen?

Und was wäre, wenn man die Chance bekommt, noch einmal ganz von vorne anzufangen?

Die Geschichte von Thomas (Wolfgang Mondon) und Vera (Kerstin Thielemann) beginnt also vor rund 20 Jahren, als die beiden zusammenkommen, jung, von Idealen geprägt und lebenshungrig. Thomas ist Schriftsteller und schreibt einen Erfolgsroman – er wird ein kleiner Star, verdient gut. Plötzlich leben Vera und Thomas im Luxus, tragen schöne Kleidung, haben ein schönes Haus – und leben sich immer weiter auseinander.

Nach diversen Affären von Thomas beschließt Vera: Sie will die Scheidung! Nach einem Streit im Wohnzimmer zwischen Markus (Harald Schröpfer), Anwalt von Thomas und gleichzeitig Freund des Paares, Arlette (Doris Dexl), der Anwältin von Vera, und den Eheleuten kommt es zu einem Unfall, Thomas fällt ins Koma und als er erwacht, ist seine Erinnerung gelöscht. Thomas fühlt und benimmt sich wie ein 22-Jähriger und muss von vorn beginnen – auch mit seiner Ehe. Ob nun alles besser wird?

Regie führt Philip Stemann, Barbara Krott hat das Bühnenbild und die Kostüme entworfen. Das Stück spielt in einem der acht Räume im Haus der Eheleute, in einem Wohnzimmer, das zweifellos stilvoll eingerichtet ist: Eine braune Ledercouch und ein schwarzer Ledersessel stehen um einen Sofatisch, darunter ein großer runder Teppich.

Spartanisch dekoriert

Die modernen schwarzen Regale rundherum sind spartanisch dekoriert, ein paar Blumenvasen, ein paar Andenken von Reisen. Hübsch, aber nicht gemütlich. „Es stellt sich heraus, dass der Raum dem Protagonisten gar nicht so sehr gefällt“, erklärte Krott. „Daher muss das Wohnzimmer diese Fremdheit ausstrahlen.“

„Das Stück ist keinesfalls nur lustig, es geht durchaus ans Eingemachte“, betonte Intendant Uwe Brandt. Bissig und giftig liefern sich die Vier bei ihrem ersten Zusammentreffen im Wohnzimmer ein Wortgefecht, das sich gewaschen hat. „Ach, das ist dann vermutlich der Noch-Ehemann“, merkt Veras Anwältin bei ihrem Eintreffen abschätzig an. „Das klingt ja, als wäre ich ein Täter“, antwortet Thomas verdutzt – „Sind Sie das nicht auch?“, entgegnet die Anwältin bissig.

Ob der Streit geschlichtet werden kann oder aus dem Ruder läuft und wie der neue, jüngere Thomas lebt und entscheidet – ab kommenden Dienstag gibt’s darauf Antworten.

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