Benefizauktion beim Neuen Aachener Kunstverein ein voller Erfolg

Bei der Benefizauktion des NAK kreist der Hammer über den Kunstwerken

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Ab unter den Hammer: Viele Kunstbegeisterte erlebten wieder einmal eine spannende Benefizauktion beim Neuen Aachener Kunstverein. Insgesamt kamen rund 80 000 Euro zusammen. Foto: Andreas Schmitter
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Ab unter den Hammer: Viele Kunstbegeisterte erlebten wieder einmal eine spannende Benefizauktion beim Neuen Aachener Kunstverein. Insgesamt kamen rund 80 000 Euro zusammen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Zum Ersten, zum Zweiten und zum…“. Eine kleine, aber herausfordernde Pause – und Professor Henrik Hanstein vom Kölner Kunsthaus Lempertz ließ nach einem Blick in die Runde mit einem „und 500 Euro zum Dritten“ den weißen Auktionshammer fallen. Insgesamt 130 Kunstwerke wurden im Rahmen der traditionellen Benefizauktion des NAK (Neuer Aachener Kunstverein) versteigert.

Bereits vor dem offiziellen Beginn freute sich NAK-Direktor Ben Kaufmann über die vielen vorab eingegangenen Gebote. „Wir haben eine breite Palette an Kunstwerken und Künstlern, und ich freue mich, dass das Interesse so groß ist“, betonte Kaufmann, der mit dieser Auktion gleichzeitig auch seine vierjährige Arbeitszeit beim NAK beendete. Der Erlös des Abends kommt der Einrichtung selbst zugute.

Künstlerinnen und Künstler aus so ziemlich allen Ecken der Welt sorgten für ein proppenvolles Haus und viele Gebote. Malereien, Fotografien, Skulpturen oder auch eine signierte Schallplatte waren nur ein paar Beispiele. „Mit einem super Investment in Sachen Kunst können sie doch den Jahresabschluss feiern“, witzelte Professor Walter Dohmen und hatte dabei die vielen Gebote genau im Blick. Im Sekundentakt wurden Bieternummern in die Höhe gehalten. Manch einer brauchte doch eine Sekunde mehr Bedenkzeit, bevor die Karte erneut gezeigt wurde. Erst das erlösende Geräusch des Hammers besiegelte die neue Verbindung zwischen Kunstwerk und Besitzer. Ein Team aus Studenten der RWTH präsentierte die Werke, die zum Teil richtig hohe Summen einbrachten. Vor allem die Arbeiten von Thomas Virnich und Xavier Mary versetzten das Publikum in Bieterlaune. Beide erzielten jeweils knapp 7000 Euro.

Wer am Abend selbst nicht dabei sein konnte, der hat noch bis kommenden Freitag, 22. Dezember, die Möglichkeit, sich an einer „Stillen Auktion“ zu beteiligen. Ausgestellte Arbeiten werden hier in einer gesonderten Liste aufgeführt und über schriftliche Gebote versteigert. Das höchste Gebot erhält den Zuschlag. Kaufmann schätzt, dass die Auktion alles in allem rund 80 000 Euro netto einbringen wird. Nach der 90-minütigen Versteigerung blickte er allerdings mit ein wenig Wehmut auf die vergangenen Jahre zurück, wusste aber gekonnt, wie er den Bogen zu den kommenden Projekten und Ausstellungen schlagen konnte. „Dass die Arbeit von Xavier Mary so viel Geld eingebracht hat, ist ein gutes Omen, denn eben dieser Künstler hat im NAK demnächst eine eigene Ausstellung unter der Leitung des kommissarischen Direktors Maurice Funken“, resümierte Kaufmann, bevor er mit den anwesenden Gästen den gelungenen Abend feierte.

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