Aachen - Bei den Ferienspielen wurden sogar Handys überflüssig

Bei den Ferienspielen wurden sogar Handys überflüssig

Von: lak
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Alles rund ums Rad: Die Ferienspiele der OT Talstraße beschäftigten sich auch mit der Sicherheit. Zum Beispiel das Tragen eines Helms ist bei vielen längst keine Selbstverständlichkeit. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Seit 15 Jahren sind die Ferienspiele der Offenen Tür (OT) Talstraße Teil des Sommerferien-Angebots der Stadt für Kinder und Jugendliche. Auch im Jahr 2017 wurde hier keine Ausnahme gemacht und unter dem Motto „Alles rund ums Rad“ zwei Wochen lang geradelt, getobt und gelernt.

In diesem Jahr war es nämlich nicht nur der Spaßfaktor, der die Ferienspiele zu einem besonderen Erlebnis machte. Die Leiterin der OT, Angelika Diehl, hatte sich ebenso zum Ziel gesetzt, wichtige Regeln und Tipps für den Straßenverkehr zu vermitteln. „Ich höre immer wieder von schweren Unfällen, in die fahrradfahrende Kinder verwickelt sind. Das Näherbringen von Sicherheitsregeln, der Helmpflicht oder dem Tragen von Warnwesten gehören daher für mich zu wichtigen Aufgaben unseres Programms“, macht Diehl deutlich.

Unter den 30 Kindern, die in diesem Jahr teilnahmen, seien leider viele, die diese Grundlagen bisher nicht ernst genug genommen hätten. Um das ein Stück weit nachzuholen, galt im Hof des Depots Talstraße und bei den Fahrrad-Ausflügen das Motto „Learning by doing“.

„Bei unserer Radtour nach Würselen gab es absolute Helmpflicht, das haben wir auch den Eltern klargemacht. Einige unserer Teilnehmerinnen hatten damit ihre Schwierigkeiten“, schildert die Leiterin der OT die „Problemchen“ mit den Eitelkeiten der weiblichen Teilnehmerschaft. Zu dieser gehörten zum Beispiel die elfjährige Jihan oder die zehn Jahre alte Amalia. Sie sträubten sich zu Beginn gegen die Helmpflicht. Erst nach der vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema Sicherheit wurde ihnen bewusst, dass es „so viel ungefährlicher“ sei, mit dem Rad zu fahren.

Willkommene Abwechslung

Für die Beiden waren die Ferienspiele eine willkommene Abwechslung zum anstrengenden Schul-Alltag. „Vor allem das Railbike-Fahren im Naturschutzgebiet Hohes Venn hat mir Spaß gemacht, da es etwas ganz Neues war und man die ganze Zeit in Bewegung bleiben musste“, legt sich Amalia fest, was ihr Highlight der zwei Wochen darstellte.

Daneben standen Ausflüge in den Aachener Wald, zum Brückenkopfpark oder das obligatorische Abschlussgrillen auf der Agenda. Ein Gegenstand, den man auf dem Hof des Depot vergeblich suchte, waren Handys. „Ein Handyverbot gibt es nicht, anscheinend ist die Alternative von Bewegung und Zusammensein einfach attraktiver“, erklärte sich Diehl die Handy-Abstinenz.

So entstanden nach 14 Tagen nicht nur neue Freundschaften, Erlebnisse und ein verändertes Bewusstsein für die Sicherheit im Straßenverkehr, sondern auch eine wichtige Erkenntnis blieb hängen: Wenn Kinder und Jugendliche die Ferien mit Bewegung an der frischen Luft verbringen, wird das Handy überflüssig.

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