Bei „Cammp science“ kooperieren RWTH und Kaiser-Karls-Gymnasium

Von: Kristina Toussaint
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Neue Kooperation des KKG mit der RWTH: (sitzend von links) Christian Temming, Abdel-Naser Athamli, Inga Lieb sowie (stehend von links) Oliver Rey, Franca Berghausen, Tobias Geilen und Lehrerin Christina Roeckerath entwickeln nachhaltige Ideen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Beim „Cammp science“ lösen Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums reale Probleme von Firmen und Instituten. Die Kooperation mit dem Schülerlabor der RWTH ist also mehr als ein reiner Schnupperkurs, sondern ein echter Einblick in Forschung und Industrie.

Dabei dreht sich alles um ein Thema: die Nachhaltigkeit. Was kann man tun, um Bürogebäude nachhaltiger zu bauen? Wie legt man kerntechnische Anlagen am besten still? Wie kann man mit Sonnenstrahlen Energie erzeugen? Mit solchen Fragen werden sich die Teilnehmer des Projektes beschäftigen, das im April startet.

Los geht es mit einem eintägigen Workshop, an dem etwa 150 Kaiser-Karls-Schülerinnen und -Schüler aus der 10. und 11. Klasse teilnehmen werden. Mithilfe eines mathematischen Modellierungsprogramms sollen die Jugendlichen austüfteln, wie man in einem Spiegelkraftwerk mit Sonnenlicht Energie erzeugen kann. Wen das Forscher-Fieber richtig gepackt hat, der kann sich auf weitere Problemstellungen der Nachhaltigkeit stürzen: Während einer Projektwoche im Juni sollen zwölf Schüler nach Lösungen für eine nachhaltige Zukunft forschen.

Die Probleme sind real: So möchte die Aachener Firma „balanced office buildings“ Emissions-neutrale Gebäude planen. Und der RWTH-Lehrstuhl für Wärme und Stoffübertragung sucht nach Optimierungsmöglichkeiten in der Solarkrafttechnik. Für eben solche Optimierungsprozesse kann sich Tobias Geilen, Oberstufenschüler des Informatik-Kurses von Lehrerin Christina Roeckerath, begeistern. Wie seine Mitschülerin Inga Lieb kann er sich ein Studium im Ingenieursbereich gut vorstellen. Christian Temming aus dem gleichen Kurs hat Verwandte in der Baubranche: „Ich finde das energieeffiziente Bauen spannend“.

„Cammp science“ werde Schülern nicht nur einen guten Einblick in die universitäre Forschung und die Arbeitspraxis von Firmen ermöglichen, ist Roeckerath sicher. Das Projekt mache ihnen auch deutlich, dass Mathe im späteren Leben tatsächlich nützlich sein kann. Die Lehrerin für Mathematik und Informatik ist auch Leiterin und Mitbegründerin des „Cammp“-Schülerlabors.

Nach mehreren „Cammp days“ ist die im April beginnende Kooperation mit dem KKG das erste längerfristige Projekt: Nach der einwöchigen Sommerschule wird in einer Forschungs-AG an der RWTH weitergetüftelt – immer mit professioneller Unterstützung. Ausgestattet ist „Cammp science“ mit 34 000 Euro unter anderem von der Robert Bosch Stiftung und dem ZDI-Zentrum „Antalive“.

Firmen, denen a ein Nachhaltigkeitsproblem auf den Nägeln brennt, sind übrigens eingeladen, sich an „Cammp“ science zu wenden: Weitere Herausforderungen für die jungen Forscher werden gern angenommen.

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