Behelfsbrücke Weberstraße: Der Kraftakt gelingt reibungslos

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Punktlandung: An der Weberstraße wurde in den Nacht von Samstag auf Sonntag die Behelfsbrücke unter beengten Verhältnissen mit zwei Großkränen aufgebaut, was völlig reibungslos gelang. Die dortige Eisenbahnbrücke wird abgerissen und durch eine neue ersetzt. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Es war ein großes Spektakel, das sich am Samstagabend und bis zum frühen Sonntagmorgen an der Weberstraße abspielte. Mit schwerem Gerät wurde dort die Behelfsbrücke aufgebaut. Die eigentliche Brücke wird abgerissen und durch eine neue ersetzt.

Korrosion hatte der alten Konstruktion zu schaffen gemacht. Wirtschaftlichkeitsberechnungen hatten ergeben, dass ein Neubau die wirtschaftlichste Variante sei, so die Stadt. Die Baukosten von 1,4 Millionen Euro teilen sich die Bahn und die Stadt.

Am Samstag – einen Tag früher als geplant – trafen kurz nach 20 Uhr die beiden großen Kräne ein, die für die nicht ganz einfachen Arbeiten an dieser Stelle benötigt wurden. Es handelte sich um einen Kran, der 70 Tonnen heben kann, und einen, der gar 90 Tonnen schafft und extra aus dem Kölner Raum „anreiste“. Schnell waren die massiven Geräte aufgebaut – und das trotz der sehr beengten Verhältnisse. Wie geplant trafen die beiden Brückentransporte um 22.30 Uhr ein. Zunächst rangierte einer der beiden rückwärts in die Weberstraße hinein.

Dort wurde die erste Hälfte der bereits vormontierten Brücke an den Haken genommen, entladen, und auf der alten Brücke abgelegt. Auch dabei wurde es eng, aber es gab keine Probleme. Während das erste Bauteil durch den zweiten Kran zur Montage positioniert wurde, entlud man den zweiten Schwertransporter.

Anschließend wurden beide Brückenhälften durch acht Bolzen miteinander verbunden, der „Durchgreifschutz“ aus Holz, den die Bahn vorschreibt, um Unfälle mit der Hochspannungsleitung zu verhindern, wurde angebracht.

Um 0.50 Uhr wurde die Bahnstrecke gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet, gegen 3 Uhr setzte man die Behelfsbrücke für die Fußgänger mit beiden Kränen ein – alles genau im Zeitplan. Die 33 Meter lange Brücke wurde geerdet und an den provisorischen Widerlagern angeschweißt. Damit war der Kraftakt reibungslos über die Bühne gegangen.

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