Aachen - Begehrter Posten: Armin Laschets Stellvertreter

Begehrter Posten: Armin Laschets Stellvertreter

Von: Albrecht Peltzer
Letzte Aktualisierung:
Laschet neu
Begehrter Posten: Am Montag entscheiden die Delegierten entscheiden in den Kurpark-Terrassen, wer der Stellvertreter von Armin Laschet wird. Foto: dpa

Aachen. Es kann richtig eng werden auf der Kandidatenbank. „Fast täglich werden es mehr”, schmunzelte CDU-Vorsitzender Armin Laschet am Donnerstag.

Wie berichtet, bewerben sich sechs Kandidatinnen und Kandidaten um die drei Stellvertreterposten in der Parteiführung. Montag wird in den Kurpark-Terrassen gewählt.

„Wer weiß, wie viele es dann sind”, so Laschet, der sich nicht daran erinnern kann, dass es so einen Andrang in der jüngeren Geschichte der Aachener Christdemokraten gegeben hat. Nur eines wird es aller Voraussicht nach nicht geben: Einen Gegenkandidaten für Laschet, der sich „mit Leidenschaft darauf freut”, die Aachener CDU zwei weitere Jahre zu führen.

Aus den unterschiedlichsten Beweggründen, so schätzt es Laschet, habe es die bisherigen und die neu hinzugekommenen Bewerbungen gegeben. Für Herbert Hilgers, der nicht mehr als Stellvertreter antritt, wurde vom Bezirk Brand Michael Kirsch vorgeschlagen. Die Junge Union schickt Michael Janßen ins Rennen, die Frauen-Union Maike Schlick.

Die Haarener haben den Anfang Januar aus seinem Amt als Personaldezernent ausscheidenden Heinz Lindgens zur Kandidatur bewegt, die bisherigen Stellvertreter Rudolf Henke und Claudia Cormann wollen weitere zwei Jahre in der Parteispitze tätig sein. Claudia Cormann oder Maike Schlick werden auf jeden Fall gewählt. Bei drei Stellvertretern muss laut CDU-Satzung eine Frau ernannt werden. Denkbar ist natürlich auch, dass beide zu Laschets Stellvertreterinnen gewählt werden.

150 Delegierte haben am Montag das Sagen. Es könne aber sein, dass diese Form der Wahl in Aachen keine Zukunft hat. Denn innerhalb der CDU gibt es große Sympathien für die Idee, Personalentscheidungen durch die gesamte Mitgliederschaft treffen zu lassen. Dem Parteitag liegt ein Antrag vom Ex-CDU-Vorsitzenden Leo Frings vor, der sich dafür stark macht, Kreisparteitage für alle Mitglieder öffentlich zu machen und allen Mitgliedern Stimmrecht in Sach- und Personalfragen zu geben. Um das künftig gelten zu lassen, muss die Satzung geändert werden. Und es braucht eine Zweidrittelmehrheit des Parteitages.

Da der Antrag von Leo Frings zu spät gestellt wurde, wird dies am Montag nicht abschließend geklärt werden können. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das Thema bleibt auf der Agenda der CDU. CDU-Vorsitzender Armin Laschet, ein Befürworter von mehr Mitsprache der Basis, sieht das Thema auch in Zusammenhang mit einer verstärkten Mitgliederwerbung.

„So wird eine Mitgliedschaft in der Partei für manch einen sicherlich wesentlich attraktiver”, glaubt Armin Laschet, der in den kommenden zwei Jahren wieder mehr, vor allem Themen aus den Bereichen Bundes-, Landes- und Europapolitik, auf der Ebene der Parteibasis diskutieren lassen will.
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