Befristete Steuerbefreiung für Tierheimhunde soll Schule machen

Von: Joachim Rubner
Letzte Aktualisierung:
HUND
Alles geregelt: „Zorro” hat ein Zuhause und seine Besitzer zahlen regelmäßig Hundesteuer. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das Tierheim platzt aus allen Nähten - für die Vierbeiner wird´s mächtig eng. Etliche Hunde suchen ein neues Zuhause. Diese Suche soll nun erleichtert werden - wenn ein Vorschlag des Tierschutzvereins für Stadt und Kreis Aachen bei der Politik auf offene Ohren trifft.

Das Beispiel der Stadt Aachen, wo eine zweijährige Steuerbefreiung für alle Tierheimhunde gilt, soll nämlich in der gesamten Städteregion Schule machen.

Ein entsprechendes Schreiben der Tierschützer an alle Bürgermeister und Parteien in der Städteregion wird in dieser Woche verschickt. Unterstützung erhalten der Tierschutzverein und das Tierheim Aachen dabei von der FDP. „Die Resonanz auf eine spontane Aktion am Kugelbrunnen war wirklich ausgezeichnet. Tierpaten haben mit Hunden anhand von Schautafeln verdeutlicht, welcher Hund im Falle einer Vermittlung wo steuerbefreit wäre und welcher wo nicht”, sagt Lutz Vierthaler, 1. Vorsitzender des Tierschutzvereins.

Vierthaler und Dr. Werner Pfeil, der FDP-Städteregionsratskandidat, sind sich einig, dass in der Städteregion dringend eine einheitliche Lösung gefunden werden muss. „Die befristete Steuerbefreiung von Hunden aus dem Tierheim muss in der gesamten Städteregion allen Tieren zu Gute kommen, um eine Vermittlung überhaupt zu gewährleisten”, fordern sie. „Derzeit schwankt die Steuerbefreiung von Kommune zu Kommune zwischen 0 und 24 Monaten”, erläutert Vierthaler, der Aachen für seine Vorreiterrolle lobt.

„Gerade diese Art der befristeten Steuerbefreiung ist ein starker Anreiz, einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu geben. Auch die übrigen Kommunen müssen diesem Vorbild dringend folgen”, fordert Vierthaler, der Roetgen, Simmerath, Monschau, Stolberg und Würselen kritisiert, da dort ein Tierheimhund keinen einzigen Monat von der Hundesteuer befreit ist.

Kritik an Kampfhund-Regelung

Aber auch die Verfahrensweise bei der Besteuerung von „Kampfhunden”, die nach dem Landeshundegesetz als gefährlich eingestuft werden, sei nicht nachvollziehbar. Kampfhunde, die den Wesenstest bestanden haben, werden in Stadt und Kreis vollkommen unterschiedlich besteuert. „Gründe hierfür gibt es nicht, da diese Hunde den staatlichen Wesenstest bestanden und gezeigt haben, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Also ist kein Grund für eine höhere Besteuerung mehr vorhanden”, sagt Vierthaler und fordert auch hier eine einheitliche Regelung innerhalb der Städte-Region.
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