Bebauung am Alten Tivoli: Lärmschutz ist wichtig

Von: tka
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Wohnen statt kicken, arbeiten statt jubeln: Auf dem Gelände des Alten Tivolis (1) entsteht ein Neubaugebiet mit Wohnhäusern und Gewerbeflächen. Letztere sollen laut Umweltbericht zuerst gebaut werden, um den Lärm von der Krefelder Straße (2) von den Wohnungen fernzuhalten. Eine neue Grünfläche entsteht im Bereich des Würselener Walls (3), die an der Emmastraße (4) wird kleiner Foto: Avia-Luftbild Martin Jochum

Aachen. Ruhig geworden ist es an Krefelder Straße, Merowingerstraße und Emmastraße nicht, auch wenn der alte Tivoli mit kaum besuchten Amateurspielen in Altersteilzeit gegangen ist. Der Lärm bleibt, und er kommt von der Krefelder Straße.

Das sagt der Umweltbericht zum Bebauungsplan 900 Krefelder Straße/Emmastraße, der die Neubebauung auf dem Gelände des alten Fußballstadions steuert. Ende des Jahres solle das alte Stadion endgültig aufgegeben werden, heißt es in dem Bericht nochmals. Und dann wird abgerissen und neugebaut.

Der Bericht, der am 8. Juni im Umweltausschuss (17 Uhr, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt, Reumontstraße 3) vorgestellt wird, sagt vor allem aus, dass zunächst der drei- bis viergeschossige Gebäuderiegel mit Gewerbe, einem 2200-Quadratmeter-Supermarkt, Büros und einem möglichen Hotel entlang der Krefelder Straße und im Bereich des heutigen Würselener Walls errichtet werden solle. Denn so ließe sich der Lärmpegel für die weitere Bebauung senken. Hinter dem höheren Gebäuderiegel entstehen nämlich Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Winkelhäuser, Stadtvillen und Seniorenwohnungen, bei denen Schallschutz ein entscheidender Standortfaktor ist.

Der Umweltbericht sagt aber noch weit mehr aus. Nämlich dass in der alten Heimat der Alemannia-Kartoffelkäfer keine schützenswerten Tiere oder Pflanzen erwartet werden - und damit keine Verzögerungen in der weiteren Planung. Die Bäume an der Emmastraße würden in jedem Falle erhalten, der bestehende Grünstreifen dort müsse aber laut Umweltbericht entfallen. Dafür würden neue Hecken und Bäume gepflanzt, Grünflächen nördlich des Würselener Walls und in einer „Grünen Mitte” entstehen. Die Kosten für neue Grünanlagen werden nach ersten Berechnungen 555.500 Euro betragen. Auf der anderen Seite will die Stadt mit dem Verkauf der Grundstücke fast 10 Millionen Euro einnehmen. Da ist es mehr als wichtig, dass der Straßenlärm von der Krefelder Straße nicht mit ins neue Wohngebiet zieht.

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