Baustellen: Halb Aachen bleibt im Stau stecken

Von: Albrecht Peltzer
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Ziemlich viel Lärm um Flüsterasphalt: Wie hier auf der Triererstraße werden in den kommenden Wochen viele Aachen im Stau stehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eigentlich soll sich ja der Lärm deutlich reduzieren, doch im Moment ist der Protest ziemlich laut. Aachen steht im Stau. Okay, nicht ganz Aachen, aber im Moment eine ganze Menge Autofahrer.

Weil auf der Trierer Straße zwischen Bismarckstraße und Forst „Flüstersphalt” aufgebracht wird und weil zeitgleich auch auf dem Madrider Ring die Erneuerung der Fahrbahndecke begonnen hat. Wer also am Montag aus Richtung Brand nach Aachen fuhr oder wer den umgekehrten Weg wählte, hatte zwei Möglichkeiten. Auf der Trierer Straße oder auf dem Madrider Ring im Stau zu stehen. Eine schweißtreibende und nervenaufreibende Angelegenheit.

Stellt sich also die Frage, ob die Baustellen nicht besser aufeinander abgestimmt werden können. Die Antwort ist so einfach wie einleuchtend: Im Prinzip ja. Aber eben nur im Prinzip. Wie Axel Costard vom städtischen Presseamt auf AZ-Anfrage bestätigt, werden Baustellen zwischen Stadt, Versorgungsträgern und anderen Behörden regelmäßig koordiniert.

Gerade auch, um Engpässe nach Möglichkeit zu vermeiden. Aber die Strategie lautet im Moment: Möglichst viele Maßnahmen in den Sommerferien zu realisieren. „Allein der Wegfall des Schulbusverkehrs der Aseag und des Bringverkehrs der Eltern von Schulkindern trägt viel dazu bei, dass es ruhiger ist auf Aachens Straßen”, erklärt Wolfgang Sanders, Leiter der Abteilung Straßenverkehr und Sondernutzungen bei der Stadt Aachen. Wer am Montag auf der Trierer Straße oder dem Außenring unterwegs war, konnte da leicht in Zweifel geraten. Zumal der Wegfall des Schülerverkehrs nur wenige Stunden am Tag wirklich spürbar ist.

Auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat zum Ferienstart die Absperrgitter hervorgeholt. Auf dem Madrider Ring zwischen Von-Coels-Straße und Neuenhofstraße wird die Fahrbahndecke erneuert. Natürlich sei man mit allen Behörden und der Verwaltung im Gespräch, wer zu welchem Zeitpunkt die Baustellen einrichte. Aber es habe beim Madrider Ring keine andere Möglichkeit als die Ferien gegeben. „Der Belag musste dringend ausgewechselt werden, so Bernd Aulann vom Landesbetrieb. „Es bestand akuter Handlungsbedarf.”

In den kommenden Wochen beginnen weitere städtische Baumaßnahmen - oder werden fortgeführt:

Derzeit werden auf dem Grabenring vom Alten Posthof bis zur RWTH sowie auf der Kurhausstraße Schutzstreifen für Radfahrer markiert. Diese Maßnahme dauert etwa vier Wochen und wird voraussichtlich innerhalb der Ferien abgeschlossen. Im Oktober/November wird der Karlsgraben ausgebaut, neben der Anlage des Radfahrschutzstreifens wird die Parkordnung verändert - vom Schräg- auf das Längsparken.

Am 16. August beginnt die Baumaßnahme Viktoriaallee, die bis Mai 2011 dauern wird. Dort wird zunächst die STAWAG die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuern, anschließend wird die Straße hergestellt und lärmoptimierter Asphalt verlegt. Es geht los zwischen Oppenhoffallee und Bismarckstraße an der Ostseite.

Der zweite Bauabschnitt am Boxgraben von Marschiertor bis Karmeliterstraße beginnt im September und wird voraussichtlich im August 2011 beendet. Dort wird die STAWAG zunächst die Kanäle sanieren, bevor sich der Straßenausbau anschließt.

Der erste Abschnitt der Straßen- und Kanalbauarbeiten in der Kleinkölnstraße - zwischen Nikolaus- und Minoritenstraße - wird fortgesetzt und Ende September abgeschlossen. Anschließend kann die Behelfsdurchfahrt zwischen Dahmengraben und Holzgraben schon wieder geschlossen werden. Dann beginnt der zweite Bauabschnitt von Nikolausstraße bis Büchel.

In Breitbenden wird der 1. Bauabschnitt Ende Juli mit dem Endausbau der Straße beendet, dann beginnen die Kanalbauarbeiten im 2. Bauabschnitt, die bis Oktober dauern werden. Im Herbst beginnt in der Ningbostraße (Neubaugebiet Grauenhofer Weg) der Endausbau der Straße.

Am Alten Schlachthof werden die im April begonnenen Arbeiten am Ausbau der Erschließungsstraßen (Liebigstraße) voraussichtlich Anfang August beendet werden.

Die Baumaßnahme auf der Eupener Straße am Grenzübergang Köpfchen, die in Kooperation mit Belgien durchgeführt wird, beginnt im Oktober und dauert bis Mitte 2011 (Straßenbau).

Durch den harten Winter verzögert sich die Fertigstellung des 3. Bauabschnitts Trierer Straße noch bis Anfang 2011. Zurzeit wird der Kreuzungsbereich Freunder Landstraße bearbeitet, die Auftragung einer lärmoptimierten Asphaltdecke für einen Teil der Maßnahme ist für Anfang September vorgesehen.

Der Aachener Stadtbetrieb wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte der Sommerferien Asphaltarbeiten am Blücherplatz (stadtauswärts von der Jülicher Straße bis zur Tankstelle) durchführen, in Brand wird auch Wolferskaul und ein Teil der Münsterstraße von der Autobahnunterführung bis zur Schagenstraße asphaltiert.

Zu den Maßnahmen der STAWAG gehört die Baumaßnahme Sebastianstraße: Hier werden Versorgungsleitungen zwischen Krugenofen und Neustraße seit 12. Juli bis Mitte August erneuert. Die Sebastianstraße muss im betroffenen Bereich voll gesperrt werden.

Auch am Krugenofen zwischen Sebastianstraße und Eynattener Straße erneuert die STAWAG Kanal und Versorgungsleitungen - voraussichtlich ab 9. August bis Anfang 2011. Die Einmündung zur Sebastianstraße wird dann gesperrt, der Verkehr im Krugenofen über eine Ampel geregelt.

An der Krefelder Straße werden zwischen Margratenstraße und Passstraße ebenfalls die Versorgungsleitungen und Kanäle erneuert. Am heutigen Montag haben die Bauarbeiten begonnen, sie dauern bis November. Die rechte Fahrspur stadtauswärts sowie Parkstreifen und Radweg bleiben gesperrt, für ca. drei Wochen ist keine Durchfahrt von Krefelder Straße in die Passstraße möglich. Auf der Passstraße selbst findet keine Baumaßnahme statt, die Umleitung der Busse ist eine Folge der Sperrung der Durchfahrt zur Krefelder Straße.
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