Aachen - Bauern steht das Wasser bis zum Hals

Bauern steht das Wasser bis zum Hals

Von: Sarah Siemons
Letzte Aktualisierung:
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Vater und Sohn: Jakob (rechts) und Georg Grooten müssen mit den gleichen Problemen kämpfen, wie die 450 hauptberuflichen Landwirte in Stadt und Kreis Aachen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Den Bauern steht das Wasser bis zum Hals. „Wir treten als Unternehmen auf der Stelle und Stillstand ist Rückstand”, sagt Jakob Grooten. Doch den Eigner des Mischbetriebes am Seffenter Berg plagt nicht nur die Sorge um zukünftige Erneuerungen, sondern auch um die Existenz.

Deshalb hatten die Kreislandwirte und -bauernschaft, sowie die Landfrauen zum Pressegespräch geladen. Bereits jetzt lebt Grooten wie seine Kollegen in der Region vom Eingemachten. „Wie soll das auch anders gehen? Einen Liter Milch zu produzieren, kostet 35 Cent, zurzeit bekommen wir dafür aber nur 20 Cent.”

Im Kreis Aachen existieren 450 Haupterwerbshöfe, die sich alle vor eine Krise gestellt fühlen. Zu den Dumpingpreisen kommen erschwerte Wettbewerbsbedingungen: Während die Nachbarn in Belgien und den Niederlanden auf Heizöl fahren, zahlen die deutschen Landwirte 40 Cent Steuern pro Liter „Agrardiesel”.

„Dieser Nachteil muss abgeschafft werden”, fordert auch Wilfried Jansen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft. „Im Angesicht der wirtschaftlichen Situation können wir das nicht länger hinnehmen”, sagt Jansen.
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