Bauarbeiten in der Bahnhofstraße abgeschlossen

Von: Christoph Classen
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Die besondere Attraktion des Festes in der Bahnhofstraße: Diese kleine Bimmelbahn drehte unermüdlich ihre Runden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nein, in den vergangenen Monaten habe sie in der Bahnhofstraße nicht wirklich gern Station gemacht. Bevor die Bauarbeiter die Straße aufgerissen hatten, war Dorothea Vennebörger dort regelmäßig anzutreffen. Weil sie das Angebot des ansässigen Stoff- und Kurzwarenfachgeschäfts so sehr schätzt. „Aber die Baustelle”, sagt Vennebörger, „die war furchtbar.”

Dreck ist jetzt Vergangenheit

Und die ist jetzt Vergangenheit. Das galt es am Samstag groß zu feiern. Deswegen organisierten die Geschäftsleute aus der Bahnhofsstraße ein großes Straßenfest. Nicht nur weil sie glücklich sind, dass Dreck, Staub und Baulärm vor ihren Türen nun ein Ende haben, sondern auch um den Kunden zu signalisieren, dass sie noch da sind. Denn Dorothea Vennebörger war nicht die einzige, die die Bahnhofsstraße wegen der widrigen Begleitumstände in den vergangenen Monaten weniger oft ansteuerte.

Zum Straßenfest ist Vennebörger gern gekommen. Schließlich wird einiges geboten. Eine kleine Bimmelbahn zum Beispiel. Die fährt in der Bahnhofstraße ab und dreht eine kurze Runde durch die Innenstadt - auf Gummireifen wohlgemerkt. Und als Dorothea Vennebörger wieder in der Bahnhofstraße angekommen ist, sagt sie: „Das ist schon sehr ansprechend geworden hier. Wenn die Bäume noch was größer sind, hat man echten Alleencharakter. Ich werde wieder öfter hier sein.” Noch schöner fände sie es, wenn die vorhandenen Leerstände noch beseitigt würden. Über die kann auch das Straßenfest mit seiner „Oak City Jazz-Band”, dem kostenlosen Eis und der Bimmelbahn nicht hinwegtäuschen. Oliver Mohr, Koordinator der Veranstaltung, sieht in den Leerständen denn auch eine der größten Herausforderungen.

Mit der Bauzeit ist das ja so eine Sache. Mohr sagt, dass sie anderthalb Jahre gedauert hat, während Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden bei der Eröffnung des Straßenfests von einem halben Jahr Bauzeit sprach. Buchhändlerin Elke Upadek sagt dagegen, dass „der Umbau circa ein Jahr gedauert hat.” Die Empfindungen gehen da wohl auseinander.

Rund 480.000 Euro in den kompletten Umbau von 2600 Quadratmeter Straße investiert. Einige Geschäftsleute in der Bahnhofstraße hadern noch mit der Vergangenheit. Sie bemängelten, dass die Stadt sie zu wenig unterstützt habe, dass die Bauarbeiten viel zu lang gedauert hätten, sagt Mohr. Und: „Das war eine schwierige Zeit für viele Händler. Einige machen bewusst beim Straßenfest nicht mit, weil sie nicht einen Euro übrig haben, um ihn zu investieren.”
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