Bauarbeiten für Tivoli-Vorplatz voll im Zeitplan

Von: Hans-Peter Leisten
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Eng, steil, laut: Der neue Tivoli bietet 32900 Plätze, davon sind 11681 Stehplätze. Zusätzlich bietet das Stadion zeitgemäßen Komfort. Dafür sorgen 1306 Business-Seats und 28 Logen.

Aachen. Das imposante Bild des neuen Tivoli mag die Dimension des Vorplatzes etwas verzerren, aber ein Vergleich macht anschaulich, welche Fläche da zurzeit beackert wird - die ist nämlich anderthalb Mal so groß wie der Aachener Markt. Viel Platz also, um die Alemannia- und Gäste-Fans angemessen zu empfangen.

Ähnlich schnell wie das Stadion selbst nimmt auch das Freiluft-Entree Form an. Und so verwundert es nicht, dass die zuständigen Frauen bei der Stadt Aachen, Dezernentin Gisela Nacken und Projektleiterin Heike Ohlmann, freudig kommentieren: „Wir liegen hervorragend in der Zeit.”

In der Tat. Zahlreiche bereits verlegte Platten lassen keinen Zweifel, dass auch der Vorplatz durchaus repräsentativ wird. 140 bis 180 Quadratmeter werden nach der Kalkulation von Markus Loh täglich verlegt. Loh ist Bauleiter des zuständigen Planungsbüros „WES&Partner”.

Insgesamt 18.000 Quadratmeter werden im Sommer platziert sein. Und Loh dürfte jedem Alemannen eine Freude machen mit seiner Bewertung: „Das wird richtig schön hier. Wir hätten auch simple Betonplatten wie in Mönchengladbach verlegen können...” Statt dessen wird ein Beton-Stein-Gemisch verwendet, das schmutz-unempfindlich und zugleich extrem belastbar ist.

Schließlich muss der Belag auch Lkw-Lasten aushalten, denn der Platz kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. Immerhin 210 Kilogramm wiegt jede einzelne Platte, die dank Vakuumtechnik von Spezialwagen scheinbar federleicht an ihre Stelle platziert wird.

Die Arbeiten, die einen wesentlichen städtischen Part am neuen Stadion darstellen, müssen akribisch koordiniert werden. „Zunächst mussten wir die Rettungswegeachsen fertigstellen”, schildert der städtische Bauleiter Thomas Roob.

Um das Gefälle der Krefelder Straße auszugleichen, wurde Aushub aus dem Stadion an der Krefelder Straße angeschüttet. Fast fertig sind im übrigen schon die in den Boden eingelassenen Sitzrondelle, die dazugehörigen Bäume sind gepflanzt.

Auch die Krefelder Straße selbst ist zur Baustelle mutiert. In einer zusätzlichen Spur vor dem Stadion entsteht eine eigene Bushaltestelle, mit 260 Metern Länge die längste in der ganzen Stadt. Im Anschluss wird die Busspur auf der Seite des Finanzzentrums angegangen.

Das Ingenieur-Büro Berg&Partner gestaltet ab April/Mai die Straße mit zahlreichen Bäumen und Heckenbewuchs zur Allee um - alles unter dem Vorzeichen, ein attraktives Eingangsportal in die Stadt zu schaffen.

Der Vorplatz und der Platz in Richtung Reitstadion müssen in jedem Fall fertig sein, wenn der CHIO ab 28. Juni stattfindet. Der ALRV will auch das Parkhaus auf der Rückseite des Tivoli nutzen, das ebenfalls dann fertig sein wird. Ansonsten sind alle Beteiligten mehr als zuversichtlich, dass auch das gesamte Umfeld zum ersten Spiel der Saison 2009/10 fertig sein wird. Einzige Ausnahme wird die neue Fußgängerbrücke über die Krefelder Straße sein. Hier muss man noch Förderfristen abwarten, um Landesmittel zu bekommen.
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