Bauarbeiten an der Brücke Weberstraße: Lärm wohl über zugelassenen Werten

Von: kh
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Aachen. Für die Anwohner an der Weberstraße gibt es eigentlich nur eine Lösung: Wenn möglich die Zeit während der Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke außerhalb der eigenen vier Wänden verbringen. Denn eine andere Lösung ist nicht in Sicht.

„Durch Lärmschutzmaßnahmen können keine entscheidenden Verbesserungen erreicht werden“, erklärt die Abteilungsleiterin für Straßen- und Brückenunterhaltung im Stadtbetrieb, Gisela Weiß in der Bezirksvertretung Mitte.

Noch gibt es keine konkreten Angaben zur Dezibelzahl, doch dass diese über der gesetzlich festgelegten Spitzenwerten von 55 Dezibel liegen ist anzunehmen. „In einem Radius von 50 bis 100 Metern werden die Bürger von übermäßigem Lärm betroffen sein“, sagt auch Weiß. Da die Bahn während der Bauarbeiten die stark frequentierte Strecke zumindest eingleisig sperren muss, fallen die Bauzeiten an den Gleisen in die Nachtruhe. „Andere Sperrpausen erlaubt die Bahn nicht.“

Den Vorwurf, dass das Lärmschutzgutachten zu spät angeordnet wurde, weist die Abteilungsleiterin zurück: „Erst muss ein Arbeitskonzept feststehen.“ Im Klartext: Erst wenn man wisse, welche Art von Maschine an welcher Stelle eingesetzt werde, könne ein Lärmschutzgutachten angefragt werden. Die Bauarbeiten werden vom 2. bis zum 20. Dezember jeweils montags bis freitags von 0 bis 4 Uhr nachts stattfinden. Im Januar bis Anfang Februar wird an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden durchgearbeitet. Im März geht’s dann wieder in der Woche nachts los. „Das Viertel ist gerade sehr gebeutelt“, bestätigt Weiß. Am 19. November findet daher um 18.30 Uhr eine Bürgerinformation im Margarete-Eichholz-Heim statt. Da bleibt den Anwohnern nur, die fraglichen Wochenenden im Hotel zu verbringen.

„Die Kosten können in einem gewissen Rahmen übernommen werden“, sagt Weiß. Aus Erfahrung nehmen rund zehn Prozent der Betroffenen das Angebot an.

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