Barth-Abschied: Stadt vor „schwieriger Situation“

Von: sh
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Nach der Bekanntgabe, dass Dezernent Lothar Barth nach Böblingen wechselt, beginnt Suche nach dem Nachfolger. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Nachricht kam überraschend, zu diesem Zeitpunkt auch für Oberbürgermeister Marcel Philipp. Dezernent Lothar Barth hatte am Montag verkündet, dass er die Aachener Verwaltung verlassen wird, um eine neue Stelle als kaufmännischer Werkleiter des Restmüllheizkraftwerkes Böblingen anzutreten.

Noch habe der künftige Dienstherr von Barth – der Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen – nicht das Gespräch gesucht, aber er erwarte den Anruf in den kommenden Tagen, so Philipp gegenüber der AZ.

Dann werde man über die Modalitäten, vor allem ab wann Barth seine neue Stelle in Baden-Württemberg antreten kann, verhandelt. Dabei werde man sich laut Philipp sicherlich auf ein „nicht allzu fernes“ Datum einigen. Einen frühen Termin im September hält der OB allerdings für „etwas zu kurzfristig“.

Barth hatte CDU-Fraktionschef Harald Baal am Montagnachmittag angerufen und ihn über seinen beabsichtigten Wechsel unterrichtet. Am Dienstag sagte Baal gegenüber der AZ, er sei von der Nachricht durchaus „überrascht“ gewesen. Das Thema Neubesetzung der in Kürze frei werdenden Dezernentenstelle soll laut Baal möglichst in der nächsten Ratssitzung am 26. August behandelt werden, damit noch Ende August die Ausschreibung rausgehen kann. Inklusive des darauf folgenden Auswahlverfahrens geht Baal davon aus, dass das Dezernat V nicht vor März 2016 eine neue Leiterin oder einen neuen Leiter erhält.

Für Lothar Barths Beweggründe, mit dem neuen Job in Böblingen wieder zu seiner Familie, die in Stuttgart wohnt, ziehen zu können, zeigen Baal ebenso wie SPD-Fraktionschef Michael Servos Verständnis. „Lothar Barth zieht es zurück zu seiner Familie, das kann ich sehr gut nachvollziehen“, so Servos.

Das ändere nichts an der „sehr schwierigen Situation“, da in Lothar Barths Verantwortung mit den Bereichen Personal, Organisation und Umwelt wichtige Projekte wie Umstrukturierungen in der Verwaltung und die Zukunft und Entwicklung des Stadions an der Krefelder Straße liegen. Dort ist Barth als Geschäftsführer der städtischen „Aachener Stadionbeteiligungs GmbH“ (ASP) verantwortlich.

Ein Vorschlagsrecht für den Nachfolge-Kandidaten besitzen in der großen Koalition übrigens weder CDU noch SPD. Man habe, so Baal und Servos, im Koalitionsvertrag vereinbart, entsprechende Posten „nur nach Qualifikation“ zu vergeben.

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