Aachen - Barockfabrik: Verwirrung im Ausschuss

Barockfabrik: Verwirrung im Ausschuss

Von: Marie Eckert
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das Institut Français bleibt im Haus Matthéy und braucht – wie zwischenzeitlich angedacht – doch keine Räume im Kulturhaus Barockfabrik.

Für die Fraktion der Linken stellte sich daher die Frage, wie es nun mit der Raumnutzung im Kinder- und Jugendzentrum am Löhergraben aussieht – sie beauftragte also die Verwaltung, im Kulturausschuss zum aktuellen Nutzungsplan der Barockfabrik zu berichten. Im Moment, so die Sicht der Fraktion der Linken und auch anderer Politiker im Kulturausschuss, sei die Auslastung des Kulturhauses nicht optimal.

„Viel Herzblut“

Alexandra Lünskens vom Team der Barockfabrik stellte im Ausschuss die Arbeit vor: Kinderrestaurant, Schreibwerkstatt, Ferienspiele, Deutschkurse und das offene Atelier samstags – das Spektrum im Kinder- und Jugendzentrum sei groß. „Es lässt sich nicht beziffern, was unsere Arbeit bringt, aber die Gesellschaft braucht Einrichtungen wie die Barockfabrik“, betonte Lünskens. Und: „Das Infragestellen unserer Arbeit tut weh, da wir viel Herzblut hineinstecken.“

Josef Hubert Bruynswyck (CDU) argumentierte vehement: „Sie finden hier im Ausschuss die Leute, die ihre Arbeit befürworten.“ Außerdem betonte er, es gebe keinen Beschluss, nach dem die Arbeit nicht weitergeführt werden dürfe. „Es geht nicht um eine Infragestellung der Arbeit, sondern um die Abarbeitung der Anträge“, fügte er hinzu. Und einer dieser Anträge war unter anderem eben jener der Linken-Fraktion zum Nutzungsplan.

Hermann Josef Pilgram (Grüne), stellte fest: „Hier liegt wohl ein Missverständnis vor. Vorgestellt wurde nur, was in der Barockfabrik gemacht wird, allerdings legt die Vorlage kein Raumkonzept vor, das führt uns nicht weiter.“ Auch Ursula Epstein (Linke) kritisierte die Vorlage: „Erhofft hatte ich mir eine simple Sache – nämlich was passiert wann in welcher Etage?“

Zwei Punkte wurden also miteinander vermengt: Zum einen die inhaltliche Arbeit, die fraktionsübergreifend gelobt wurde, zum anderen der gewünschte Raumnutzungsplan, der in der Vorlage fehlte. Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs, hielt dagegen, dass die Räume derzeit belegt seien und auch genutzt würden, ein Raumplan könne nachgeliefert werden.

„In diesem Haus findet hochintensive Arbeit statt“, betonte er. Auf die Anregung aus den Fraktionen, die Barockfabrik könne ihre Arbeit womöglich an einem anderen, besser geeigneten Ort fortsetzen – als Vorschlag fiel das Depot in der Talstraße – reagierte Müller überrascht: „Darüber müssen wir noch diskutieren, ob ein Umzug überhaupt Sinn machen würde.“

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