Barockfabrik als Bürgerzentrum

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Vom Kulturhaus zum Bürgerzentrum: Die LInke hat eigene Ideen entwickelt, wie die Barockfabrik künftig genutzt werden könnte. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Zum 30. Juni wurde die Barockfabrik ohne vorherige Ankündigung – so bemängelt die Linke im Stadtrat – geschlossen. Auf ein Konzept, wie die schöne innerstädtische Immobilie zukünftig genutzt werden solle, warte man seitdem vergeblich. Selbst Nachfragen im dafür zuständigen Betriebsausschuss Kultur hätten kein Licht ins Dunkel gebracht.

„Zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses nach der Sommerpause erwarten wir, dass die Verwaltung uns ihre Überlegungen präsentiert“, fordert Ulla Epstein, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion in einer Presseerklärung, „schließlich sind dann wieder fast drei Monate ins Land gegangen.“

Unterdessen haben sich die Linken eigene Gedanken gemacht, was mit dem zentral gelegenen, historisch wertvollen Baudenkmal geschehen könne, um drohenden langen Leerstand zu vermeiden. „Schon lange erfreuen wir uns an dem wunderschönen Bürgerzentrum ‚Altes Rathaus‘ in Würselen“, schwärmt Epstein. „Die Räume werden für Ausstellungen, Kleinkunst, Vorträge und Feste genutzt. Vereine und Nachbarschaftsgruppen haben einen Ort für ihre Aktivitäten, es ist Platz für Deutschkurse und Treffen von Bürgern unterschiedlicher Kulturen. Dies und vieles mehr ist in zentraler Lage möglich.“

So etwas könne die wesentlich größere Stadt Aachen ihren Bürgerinnen und Bürgern bislang noch nicht bieten. Wenn es nach der Linken gehe, könne sich das aber schnell ändern. Die Barockfabrik biete mit ihrer Infrastruktur, der zentralen Lage und dem angeschlossenen Café Couleur alle Voraussetzungen für ein Bürgerhaus. „Es gibt in unserer Stadt kaum Möglichkeiten für Einwohner und Einwohnerinnen, sich in nicht-kommerziellen Räumen zu treffen“, stellt Fraktionsvorsitzender Leo Deumens fest.

„Ein solches Zentrum gehört eigentlich in jedes Stadtviertel. Mit der Barockfabrik könnten wir mitten in der Innenstadt solch eine Begegnungsstätte schaffen.“ Diese Anregung will die Fraktion im nächsten Kulturausschuss zur Diskussion stellen und hofft darauf, mit der Idee auch in den anderen Fraktionen Befürworter zu finden.

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