Barlow-Schau im Ludwig Forum erhitzt die Gemüter weiter
„Futter zum Denken”: Die Debatte um Sinn und Wert der Werke von Phyllida Barlow (r.) hält an. Museumsdirektorin Brigitte Franzen (l.) glaubt, dass sie manchen Skeptiker überzeugen kann. Foto: Michael Jaspers
Die öffentlich geführte Auseinandersetzung um die aktuelle Ausstellung der britischen Künstlerin und frisch gebackenen Trägerin des Aachener Kunstpreises, Phyllida Barlow, ist im vollen Gang - spätestens, seit der Vorsitzende des Vereins „Freunde des Ludwig Forums”, Ernst Höhler, den Aachenern bescheinigt hat, sie seien „schlecht erzogen”, wenn es um die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Kunstschaffen und -verständnis gehe.
Fest steht einstweilen: Schlecht motiviert ist das Publikum im Dreiländereck jedenfalls nicht. So haben zahlreiche AZ-Leser sich nach unserer Berichterstattung über Höhlers Reaktion auf die Reaktion der streitfreudigen Aachener Geschäftsfrau Caroline Reinartz zu Wort gemeldet. Und ebenso wenig sieht Brigitte Franzen sich nun etwa veranlasst, in irgendeinem Winkel der alten Schirmfabrik an der Jülicher Straße zu schmollen. Im Gegenteil. „Zunächst einmal ist es natürlich gut, dass moderne Kunst wieder einmal so lebhaft diskutiert wird”, sagt die Direktorin des Forums. Aber: „Wir sollten wieder mehr dazu übergehen, miteinander zu reden statt nur übereinander”.
Dazu möchte unsere Zeitung jetzt eine Plattform bieten: Am 5. Juli können Interessierte Phyllida Barlows Schau „Brink” („Abgrund”) gemeinsam mit Brigitte Franzen direkt am Ort des Geschehens in Augenschein nehmen und sich mit der Museumschefin über Sinn und Unsinn der Exponate auseinandersetzen.
„Ich habe schon den Eindruck, dass der Wert der zeitgenössischen Werke, die wir an der Jülicher Straße zeigen, vielfach nicht anerkannt wird”, meint Franzen. „Allerdings haben wir gerade jetzt auch viele Reaktionen von Fans des Forums erhalten, die uns den Rücken stärken.” Schließlich biete das Haus - auch als größte Präsentation von Ankäufen des berühmten Sammlerpaars Ludwig - auf Schritt und Tritt Gelegenheit, „über den Tellerrand dieser Stadt hinauszuschauen anstatt immer nur auf den eigenen Bauchnabel”.
Nicht von ungefähr sei die gebürtige Londonerin Barlow seit Jahr und Tag ein Star der internationalen Szene und auch als Dozentin erfolgreich und gefragt. Und nicht von ungefähr spiele das Forum in Sachen zeitgenössische Kunst nicht erst seit gestern „international in der ersten Liga”. Franzen: „Phyllida Barlow stellt mit ihren Werken Thesen auf, die zur Beschäftigung mit unserer modernen Welt anregen. Sie gibt uns Futter zum Denken.”
Und in der Tat trägt besagter Nährboden - ob hoch geistig oder schlicht auf Recycling-Basis - reichlich unterschiedliche Früchte in Gestalt unterschiedlichster Einschätzungen seitens „Otto Normalbürger”. Die Palette der Meinungen reicht von „Blamage” über „Schwachsinn” bis hin zum leidenschaftlichen Plädoyer für den „verdammt guten Job” der Museumschefin und ihrer kreativen Gäste. Und da kann es bestimmt nicht schaden, sich beizeiten ein eigenes Bild von der Schau im Forum zu machen...
Kunst oder Kokolores? Brigitte Franzen führt AZ-Leser durch die Schau
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Dr. Brigitte Franzen persönlich auf die Spuren von Phyllida Barlow im Ludwig Forum begeben. In Zusammenarbeit mit dem Haus an der Jülicher Straße bietet unsere Zeitung dazu eine Führung an. Sie findet statt am Donnerstag, 5. Juli, 18.30 Uhr, im Ludwig Forum, Jülicher Straße 97-109.
Interessierte können sich unter dem Stichwort „Führung im Forum” ab sofort melden. Schreiben Sie an die AZ-Lokalredaktion, Postfach 500 110, 52085 Aachen, senden Sie eine Mail an: az-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de oder faxen sie unter 0241/5101-360.
Wir bitten um Verständnis, dass im Zweifelsfall das Los entscheiden muss, da nicht mehr als 20 Anmeldungen möglich sind. Einsendeschluss ist Montag, 2. Juli, 15 Uhr. Selbstverständlich werden alle benachrichtigt, die am 5. Juli dabei sein können.
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Fest steht einstweilen: Schlecht motiviert ist das Publikum im Dreiländereck jedenfalls nicht. So haben zahlreiche AZ-Leser sich nach unserer Berichterstattung über Höhlers Reaktion auf die Reaktion der streitfreudigen Aachener Geschäftsfrau Caroline Reinartz zu Wort gemeldet. Und ebenso wenig sieht Brigitte Franzen sich nun etwa veranlasst, in irgendeinem Winkel der alten Schirmfabrik an der Jülicher Straße zu schmollen. Im Gegenteil. „Zunächst einmal ist es natürlich gut, dass moderne Kunst wieder einmal so lebhaft diskutiert wird”, sagt die Direktorin des Forums. Aber: „Wir sollten wieder mehr dazu übergehen, miteinander zu reden statt nur übereinander”.
Dazu möchte unsere Zeitung jetzt eine Plattform bieten: Am 5. Juli können Interessierte Phyllida Barlows Schau „Brink” („Abgrund”) gemeinsam mit Brigitte Franzen direkt am Ort des Geschehens in Augenschein nehmen und sich mit der Museumschefin über Sinn und Unsinn der Exponate auseinandersetzen.
„Ich habe schon den Eindruck, dass der Wert der zeitgenössischen Werke, die wir an der Jülicher Straße zeigen, vielfach nicht anerkannt wird”, meint Franzen. „Allerdings haben wir gerade jetzt auch viele Reaktionen von Fans des Forums erhalten, die uns den Rücken stärken.” Schließlich biete das Haus - auch als größte Präsentation von Ankäufen des berühmten Sammlerpaars Ludwig - auf Schritt und Tritt Gelegenheit, „über den Tellerrand dieser Stadt hinauszuschauen anstatt immer nur auf den eigenen Bauchnabel”.
Nicht von ungefähr sei die gebürtige Londonerin Barlow seit Jahr und Tag ein Star der internationalen Szene und auch als Dozentin erfolgreich und gefragt. Und nicht von ungefähr spiele das Forum in Sachen zeitgenössische Kunst nicht erst seit gestern „international in der ersten Liga”. Franzen: „Phyllida Barlow stellt mit ihren Werken Thesen auf, die zur Beschäftigung mit unserer modernen Welt anregen. Sie gibt uns Futter zum Denken.”
Und in der Tat trägt besagter Nährboden - ob hoch geistig oder schlicht auf Recycling-Basis - reichlich unterschiedliche Früchte in Gestalt unterschiedlichster Einschätzungen seitens „Otto Normalbürger”. Die Palette der Meinungen reicht von „Blamage” über „Schwachsinn” bis hin zum leidenschaftlichen Plädoyer für den „verdammt guten Job” der Museumschefin und ihrer kreativen Gäste. Und da kann es bestimmt nicht schaden, sich beizeiten ein eigenes Bild von der Schau im Forum zu machen...
Kunst oder Kokolores? Brigitte Franzen führt AZ-Leser durch die Schau
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Dr. Brigitte Franzen persönlich auf die Spuren von Phyllida Barlow im Ludwig Forum begeben. In Zusammenarbeit mit dem Haus an der Jülicher Straße bietet unsere Zeitung dazu eine Führung an. Sie findet statt am Donnerstag, 5. Juli, 18.30 Uhr, im Ludwig Forum, Jülicher Straße 97-109.
Interessierte können sich unter dem Stichwort „Führung im Forum” ab sofort melden. Schreiben Sie an die AZ-Lokalredaktion, Postfach 500 110, 52085 Aachen, senden Sie eine Mail an: az-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de oder faxen sie unter 0241/5101-360.
Wir bitten um Verständnis, dass im Zweifelsfall das Los entscheiden muss, da nicht mehr als 20 Anmeldungen möglich sind. Einsendeschluss ist Montag, 2. Juli, 15 Uhr. Selbstverständlich werden alle benachrichtigt, die am 5. Juli dabei sein können.








