Aachen - Barbarastraße: Politik ringt weiter um den Schulstandort

Barbarastraße: Politik ringt weiter um den Schulstandort

Von: Matthias Hinrichs
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Hat der Grundschulstandort Barbarastraße doch noch eine Chance? CDU und SPD sind entschlossen, die Zukunft der Einrichtung in Rothe Erde zu sichern. In der zweiten Januarwoche soll dazu ein Konzept erarbeitet werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. In Sachen Anmeldungen schien der Zug zuletzt so gut wie abgefahren – spätestens nach dem jüngsten Beschluss des zuständigen Ratsausschusses, die Debatte über die Fortführung des Standortes Barbarastraße angesichts denkbar miserabler Nachfrage vorerst auszusetzen.

Mit aktuell gerade einmal vier Elternvoten hat die Grundschule in Rothe Erde bis dato zwar definitiv die berühmte rote Laterne kassiert. Dennoch: Keinesfalls wolle man zulassen, dass die Einrichtung im Aachener Osten ab Mitte kommenden Jahres vom Konvoi der örtlichen Primareinrichtungen abgekoppelt, sprich geschlossen werde, unterstreichen Holger Brantin und Bernd Krott, schulpolitische Sprecher von CDU und SPD im Rat.

„Wir sind überzeugt, dass der Standort Barbarastraße eine Chance hat, wenn wir uns auf breiter Front dafür einsetzen“, sagt Brantin. Darüber bestehe im Übrigen Konsens nicht nur in der großen Ratskoalition. Auch Grüne und Liberale setzten sich für den Fortbestand ein. „Denn diese Schule ist nach wie vor von ungemein wichtiger Bedeutung für den gesamten Stadtteil“, betont Brantin.

Spätestens in der zweiten Januarwoche sollen die Kräfte im Tauziehen um den Erhalt deshalb neu gebündelt werden. Grundsätzlich müssten mindestens 15 i-Dötze ins Boot. Gemeinsam mit Eltern, Vertretern der Stadtteilkonferenz sowie der benachbarten Kitas und Vereine müsse ein tragfähiges Konzept zur langfristigen, strukturell fundierten Zukunftssicherung erarbeitet werden, fordert Krott.

„Wenn wir dem Anspruch ,kurze Beine, kurze Wege‘ Rechnung tragen wollen, können wir auf die Barbarastraße nicht verzichten“, bekräftigt der SPD-Ratsherr. Dabei sei die Anbindung an den Hauptstandort Brühlstraße durchaus nicht zwingend: Bereits 2013, als sich abgezeichnet habe, dass die Barbarastraße als selbstständiger Standort vorerst nicht zu halten sei, habe die Politik auch eine Fusion mit der katholischen Grundschule Düppelstraße ins Auge gefasst – was seinerzeit unter anderem am Umstand gescheitert sei, dass die Schulleitung dort nicht besetzt war.

Daran könne man gegebenenfalls anknüpfen – zumal die Bindung an die bisherige „Hauptstelle“ Brühlstraße ohnedies nicht ideal sei. Denn diese sei schon durch die massive Verkehrsschneise in Gestalt des Außenrings vergleichsweise ungünstig gelegen, meint Krott.

„Damals ist es mit einer erfolgreichen Kampagne dennoch gelungen, immerhin 21 Anmeldungen für das Schuljahr 2014/15 zusammenzubringen“, erinnert sich Brantin. Er glaube fest, dass sich auch weiterhin genügend i-Dötze aktivieren ließen. „Immerhin gibt es im Umfeld 70 Kinder, die sogar einen Anspruch auf einen Platz in der Barbarastraße hätten – und es gibt im Ganzen immer noch 91, die noch gar nicht angemeldet sind“, argumentiert Brantin. Kurzum: „Die Grundschule an der Barbarastraße ist und bleibt ein wichtiger Kristallisationspunkt für das gesamte Viertel. Deshalb müssen wir uns jetzt gemeinsam für den Erhalt einsetzen.“

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