Bands im Blick: Mit einem Hang zur Melancholie

Von: Gerd Simons
Letzte Aktualisierung:
12027724.jpg
Beseelt: Gerald David Jones tritt am 18. März in der Uwe-Klein-Qutoqi-Bar auf. Foto: Mac Aachen

Aachen. Gerald David Jones ist ein glücklicher Mensch. Er hat mit seinem Beruf als Pfleger in einer psychiatrischen Einrichtung seine berufliche Erfüllung gefunden, verfügt über ein intaktes soziales Umfeld und hat mit seiner Musik einen Weg gefunden, seine Gedanken und Erlebnisse zu verarbeiten und in wohlklingende Songs zu verpacken.

Der in Wales geborene Singer/Songwriter hat laut eigener Aussage einen Hand zur Melancholie, die er in seine Musik und seine Texte einfließend lässt. Damit erreicht er bei seinen Konzerten, die vornehmlich in kleinem Rahmen stattfinden, die Herzen der Menschen. Neben Träumen, Fantasiegeschichten und Wünschen konserviert der 61-Jährige auch wahre Begebenheiten in seinen Songtexten.

Gerald David Jones wurde musikalisch in den späten 1960er und 1970er Jahren sozialisiert. Künstler wie Leonard Cohen, Ralph McTell, Donovan und John Mayall sind laut bis heute hin seine Vorbilder, erzählt er. Nach seiner Geburt in Wales und Rückkehr nach Eschweiler, der Heimatstadt seiner Mutter, hielt es Jones nicht lange in der Indestadt. Er ging zurück in sein Geburtsort Llanybydder in West-Wales.

Als 23-Jähriger lebte er in London und war dort als Streetworker tätig. „Es war für meine musikalische Zukunft ein einschneidendes Erlebnis, als ich als Streetworker in den Straßen Londons arbeitete und Ralph McTell mit seinem Song ‚Streets of London‘ einen großen Hit hatte”, erinnert sich der Wahl-Aachener, der hier vor über 25 Jahren eine Heimat gefunden hat.

In London traf er den heute 81-jährigen Leonard Cohen. „Ich habe ein Live-Interview im BBC-Radio in London gehört und bin dann zum Funkhaus gefahren”, erinnert sich Jones. „Am Hinterausgang habe ich ihn tatsächlich getroffen, wir sind dann noch in ein Wirtshaus und haben gemeinsam gefachsimpelt”, erzählt der gebürtige Waliser. Selbst Donovan hat der Musikliebhaber persönlich getroffen, als dieser einmal in Aachen auftrat. Jones hatte sich als Fotoreporter ausgegeben, um mit seinem Star im Backstagebereich sprechen zu können.

Sein eigenes musikalisches Engagement ist immer wieder von größeren Pausen gekennzeichnet. Erst als er vor rund drei Jahren Elizaveta „Liza” Kostyuk traf und sie ihn inspirierte musikalisch weiterzumachen, ist Gerald David Jones wieder mit Elan bei der Sache.

Zurzeit baut er seine Live-Aktivitäten aus und er wird noch in diesem Jahr weitere Aufnahmen mit seinem Produzenten Ramón Creutzer machen, die er auf seiner ersten eigenen CD veröffentlichen möchte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert