Aachen - Bande raubt am Pontdriesch Geldautomat aus Postfiliale

Bande raubt am Pontdriesch Geldautomat aus Postfiliale

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Bis hierhin und nicht weiter: Nach dem spektakulären Raub eines Geldautomaten in der Postbankfiliale am Pontdriesch sperrte die Polizei das Areal ab. Die – vermutlich fünf – Täter flüchteten in die Niederlande. Das Fluchtauto wurde später in Stein gefunden. Foto: Michael Jaspers, Ralf Roeger

Aachen. Am Ende werden die Täter Rot gesehen haben – und vor Wut wohl auch rot geworden sein. Mit ihrer Beute nämlich können die Männer, die in der Nacht zum Montag mit einigem Aufwand und brachialer Gewalt einen Geldautomaten aus der Postbank-Filiale am Pontdriesch raubten, rein gar nichts mehr anfangen.

Beleg dafür sind die großen roten Farblachen vor und im Gebäude. Das bedeutet: Bei dem Raub lösten die Patronen in dem Gerät aus, die das Geld schlagartig einfärben. Davon kann auch ein Täter ein Lied singen, der im Januar genau in dieser Filiale ebenfalls den Geldautomaten aus der Wand gesägt hatte. Alles wurde rot, der Mann ließ den Automaten liegen – wurde geschnappt und ist bereits verurteilt und im Knast.

Das könnte auch bald den fünf Männern blühen, die in der Nacht zum Montag dort am Werke waren. Gegen halb vier am Morgen durchbrachen sie mit einem Kastenwagen den Eingangsbereich – unter entsprechender Lärmentwicklung. Mit Gewalt brachen sie den Automaten aus der Wand, schleiften ihn zum Wagen und hievten ihn hinein. Allerdings hatte da schon ein aufgeschreckter Zeuge zur Videokamera gegriffen. Und er filmte detailgenau, was da vor sich ging.

Täterbeschreibungen

Somit hat die Polizei zumindest von vier Männern ordentliche Personenbeschreibungen. Nummer eins: dunkle Hose und Jacke, schwarze Schuhe, dunkle Mütze, weiße Handschuhe, Kapuze, grüner Schal. Nummer zwei: dunkle Hose, olivgrüne Jacke, weiße Socken und Schuhe, dunkle Maske, weiß-rote Handschuhe. Nummer drei: schwarze Hose, olivgrüne Jacke, dunkle Schuhe, dunkle Maske, silberner Rucksack mit schwarzem Aufdruck. Nummer vier: schwarze Hose mit weißen Streifen, dunkle Jacke, Kapuze, weißer Schal.

Mit dem Wagen flüchteten die Täter, das Fluchtauto wurde später im niederländischen Stein gefunden, wo die Polizei ebenfalls eine Großfahndung aufnahm. Die Kennzeichen waren übrigens am 6. November in Erftstadt gestohlen worden. Kurioser Zufall oder dieselben Täter? Bereits Freitagnacht hatten Personen um 1.15 Uhr versucht, an anderer Stelle an einen Geldautomaten zu kommen, wie die Polizei meldete: im Porta-Gebäude an der Krefelder Straße. Dort hatten sie eine Verbindungstür eingeschlagen, um einen Automaten der Commerzbank zu rauben. Doch dabei wurde Alarm ausgelöst. Die Täter flüchteten, die Polizei kam nur knapp zu spät.

In beiden Fällen geht die Polizei von Profi-Verbrechern aus, die über die Grenzen hinweg agieren. Im Laufe des Jahres hatte es bereits zwei weitere Fälle in Aachen gegeben: An der Vaalser Straße und an der Voccartstraße in Kohlscheid sprengten die Täter am 18. beziehungsweise am 20. Juni jeweils Automaten aus den Verankerungen und flüchteten.

Hinweise nimmt die Kripo unter 9577-31501 oder 9577-34210 entgegen.

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