Aachen - Band-Contest im „Pinu‘u“: Und rauf auf die Bühne...

Band-Contest im „Pinu‘u“: Und rauf auf die Bühne...

Von: Kathrin Albrecht
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Aachen. Vor neun Jahren übernahm das Medien- und Kulturzentrum Philipp-Neri-Haus das Schülercafé in der Buchkremerstraße. „Aus diesem Veranstaltungsraum mitten in der Innenstadt kann man etwas machen“, erzählt Ludger Gerdes, Leiter des Schülercafés, das seit vergangenem Herbst „Pinu’u Jugendkulturcafé heißt, im Rückblick.

So wurde die Idee zum Bandcontest geboren. Der fand nun zum neunten Mal statt.

„Raus aus dem Proberaum, rauf auf die Bühne“ ist das Konzept, bei dem junge Bands aus der Euregio die Chance bekommen, vor einem größeren Publikum zu spielen. 300 Besucher fasst das Pinuù, und wie die acht Contests zuvor ist die Veranstaltung auch dieses Jahr wieder komplett ausverkauft. Eine Fahrt zur Frankfurter Musikmesse, Wildcards für Auftritte bei Konzerten oder drei Tage im Aufnahmestudio winken den teilnehmenden Bands als Preise.

Sechs Bands nehmen in diesem Jahr am Wettbewerb teil, unter anderem die Lokalmatadore „Memories on Polaroids“, „Echocrash“ aus Belgien und „Broken Arrwos“ aus den Niederlanden. Außerdem spielen „Crown Chase“, die Gewinner des Sonderpreises aus dem Vorjahr, an diesem Abend. Die weiteste Anreise hatte aber die Rock-Pop-Band „Leets“ aus Porta Westfalica. Auch eine Anfrage aus Cuxhaven habe es schon gegeben, erzählt Gerdes, „denen habe ich dann erklärt, wie weit Aachen entfernt ist. Das wurde dann nichts. Aber es hat schon immer weitere Kreise gezogen.“

Per E-Mail konnten sich die Bands bewerben, Einschränkungen im Musikstil gibt es nicht. Einzige Bedingung: Kein Bandmitglied darf älter als 27 Jahre sein. Eine Jury bewertet die Bands. In diesem Jahr sind Kim Carlos Glaubis und Kevin Bernardo vom Duo „Lights out“ mit dabei. Die beiden haben im vergangene Jahr den Jurypreis gewonnen. „Im Moment bin ich nervöser als die meisten Bands, aber am Ende wird es ganz entspannt sein“, meint Kim. Bandkollege Kevin hat schon Jury-Erfahrung. Die beiden veröffentlichen demnächst ihr zweites Album. „So ein Bandcontest gibt dir schon einen Kick und Selbstvertrauen, wenn du hier vor vollem Haus spielt. Das motiviert weiterzumachen“, findet Kim.

Den Contest eröffnen „Forger“ aus Jülich. Die drei rocken das Haus mit Garagenrock, angelehnt an Green Day. Gespannt verfolgen Lydia Metz (16), Leonie Rademacher (15) und Geza Benezeder (27) den Auftritt. Die drei überwachen die Ligthshow und den Ton. Das ist die andere Geschichte hinter dem Bandcontest. Rund 20 ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Jugendkulturcafé und dem Philipp-Neri-Haus haben diesen Bandcontest in wochenlanger Vorbereitung organisiert.

Geza hat in den letzten drei Tagen Nachtschichten eingelegt, damit die Lichtanlage steht. „Es ist schon cool, wenn man sieht, wie viel Arbeit dahinter steckt“, sagt Lydia. Sie interessiert sich für die Technik, „gerade weil das nicht so viele Mädchen machen.“ Drei Tage hat der Aufbau der Bühne gedauert. „Wir schulen alle, die hier mithelfen, dabei “, erzählt Carsten Brehm, Leiter des Philipp-Neri-Hauses. Neben Schule und Elternhaus sollen junge Menschen die Möglichkeit haben, sich wertfrei ausprobieren zu können. Bei dem einen oder anderen ist daraus schon eine echte berufliche Karriere geworden.

„Das Engagement und die Professionalität kann man gar nicht hoch genug einschätzen“, findet Carsten Brehm. 20 Minuten hat jede Band, um Publikum und Jyur von sich zu überzuegen. Nach „Forger“ ist das Quintett „Red Night“ an der Reihe. Die jüngste Band des Wettbewerbs ( die Mitglieder sind zwischen 15 und 19 Jahre alt) rockt die Bühne schon wie ganz alte Hasen. Sie dürfen beim Jukuturock-Festival in Belgien ihr Können noch einmal unter Beweis stellen. „Echocrash“ aus Belgien gewann den Jurypreis und einen Auftritt bei der „Stichting Popmuziek Parkstad“ in den Niederlanden. Der Publikumspreis ging an die niederländische Band „Broken Arrows“ . Sie kommen für einen Gig im Domkeller bald wieder nach Aachen.

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