Bald wirbeln Judokas in der „Garage”

Von: Robert Flader
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Aachen. Manchmal brauchen gute Ideen eben doch etwas länger, bis sie umgesetzt werden. Getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut”. Nur ist das mit dem Begriff „länger” im Falle von Hertha Walheim so eine Sache, schließlich grübelte der Judo-Bundesligist fast zwei Jahrzehnte über eine neue Halle für seine Judoka.

„Nun hat die Warterei endlich ein Ende”, freut sich Manfred Brankers. Der Geschäftsführer ist sichtlich erleichtert, dass die städtische Baugenehmigung nach vielen Diskussionen - beispielsweise wurde lange nach dem richtigen Standort gesucht - erteilt wurde. „Es gab einige Hürden zu überwinden”, erinnert sich auch Frank Heynen, stellvertretender Abteilungsleiter. „Die Frage nach dem Grundstück, die finanzielle Unterstützung und natürlich die Baugenehmigung.”

Im Sommer soll die neue Halle an der Schleidener Straße unweit der Fußballplätze fertig beziehungsweise trainingsbereit sein, den Judoka somit ein neues Zuhause bieten. Vom Design her orientiert sich die Hertha am Post-Telekom-Sportverein (PTSV), der unlängst an der Hubert-Wienen-Straße sein neues Domizil einweihte (wir berichteten).

„Nur kostet unsere Halle gerade mal ein Zehntel davon, ist also ein richtiges Low-Cost-Modell”, so Brankers über die knapp 350.000 Euro teure „Garage”, wie die Halle in Anlehnung an ihr Wellblechkonstruktion schon vor Baubeginn liebevoll genannt wird.

Die Stadt wird den Bau der neuen Sportstätte, die ausschließlich für Trainingskämpfe genutzt werden soll, voraussichtlich mit knapp der Hälfte der anfallenden Kosten bezuschussen. Die Fußballer von Hertha Walheim erhalten einen kleinen sanitären Bereich, der Rest gehört ausschließlich der Judo-Abteilung.

Doch auch am neuen Standort läuft (noch) nicht alles nach Plan, einige geographische Besonderheiten gilt es zu berücksichtigen. Für die knapp 40 Meter lange Distanz bis zur Hauptstraße müssen neue Leitungen verlegt werden, zusätzlich befindet sich auf dem Gelände 30 Zentimeter unter der Oberfläche Felsboden. „Das macht die Arbeiten sicher nicht leichter”, schätzt Brankers.

Doch das ist nach dieser langen (Warte-)Zeit auch egal. „Hauptsache, das Ding steht endlich”, bringt Heynen das entscheidende Kriterium auf den Punkt.
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