Aachen - Bald soll der Ball in Freund endlich auf Kunstrasen rollen

Bald soll der Ball in Freund endlich auf Kunstrasen rollen

Von: Robert Flader
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Aachen. Mit der Stabübergabe von Hans Herff an Margret Schulz gleich zu Beginn der Sitzung waren die (politischen) Herzlichkeiten schnell aufgebraucht.

Nach 20 Jahren als Vorsitzender des Sportausschusses bedankte sich der Christdemokrat mit einem Strauß Blumen und wünschte seiner sozialdemokratischen Nachfolgerin viel Erfolg bei der Beantwortung der drängendsten sportpolitischen Fragen.

Der Erfolg sollte sich zumindest bei der Umwandlung von Asche- in Kunstrasenplätze am Beispiel von Germania Freund einstellen, auch wenn die anvisierten Kosten von mehr als 500.000 Euro nicht bei allen Ausschussmitgliedern auf Verständnis stieß. So fragte etwa Dr. Harald Nadzeyka (FDP), warum die Anlage so teuer sein müsse. Eine Antwort: Der Sportplatz Birkenstraße brauche eine neue Beleuchtungsanlage, die dem verkürzten Spielfeld angepasst werden müsse. Das kostet die Stadt zusätzlich rund 75.000 Euro. Der Freunder Kreisligist muss sich mit maximal 100.000 Euro an den Baukosten beteiligen, die Arbeiten auf dem Sportplatz sollen vorbehaltlich der Zustimmung des Planungsausschusses noch in diesem Frühjahr beginnen.

Ein weitaus größeres Streitthema war indess der vieldiskutierte Sportentwicklungsplan, der im Mai 2009 von der „Lenkungsgruppe Sportentwicklung” auf den Weg gebracht worden war, um mit Statistiken, Befragungen und demographischen Daten die Veränderungen in der städtischen Sportentwicklung festzustellen und gegebenenfalls darauf zu reagieren. „Bislang ist noch nichts umgesetzt worden”, krtisierte Roland Jahn von den Grünen, der Mitglied der Lenkungsgruppe war, und mahnte an, dass „bald etwas passieren muss, sonst war die ganze Arbeit umsonst.”

Im städtischen Haushalt sind derzeit 25.000 Euro für Maßnahmen im Rahmen des Sportentwicklungsplanes vorgesehen, wie Wolfgang Rombey erklärte. Der Stadtdirektor setzte aber gleichzeitig auf Bescheidenheit: „Bei Schulden von 60 Millionen Euro sind uns einfach die Hände gebunden”. Neben Geld fehle es insbesondere an einem: Personal. Eine Aufstockung von Mitarbeitern ist durch den neuen städtischen Einsparkurs nicht möglich.

Damit es nach fast einem Dreivierteljahr trotzdem wieder weiter geht, einigten sich die Fraktionsvertreter auf die Re-Installation der Lenkungsgruppe. Diese soll, teilweise mit neuen Mitgliedern, dem Sportentwicklungsplan neues Leben einhauchen. Die Ergebnisse müssten dann, so die Forderung, zeitnah umgesetzt werden.
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