Aachen - Bahnhof und Normaluhr im Miniformat

Bahnhof und Normaluhr im Miniformat

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Stellten jetzt den fünften Quadranten des neuen Stadtmodells vor: Hans Dieter Collinet, Hubert Herpers und Klaus Klever (v.l.) freuen sich auf reges Interesse bei der Präsentation in Haus Löwenstein. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Während das Modell rund um den Kaiserplatz gerade zur Verjüngungskur in der Werkstatt weilt – das Aquis Plaza Miniformat muss in Holz eingefügt werden –, freuten sich die Initiatoren des Aachener Stadtmodells, den fünften Quadranten rund um Bahnhof und Normaluhr präsentieren zu können.

„Stadtmodelle bieten gute Möglichkeiten, die Wege und Gefüge einer Stadt zu verdeutlichen, Entwicklungen nachzuvollziehen und Probleme zu diskutieren“, erläuterte Klaus Klever, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Aachen und Vorstandsmitglied des Fördervereins „aachen_fenster“ die Initiative seiner Organisationen für ein Stadtmodell.

Trotz Herstellungskosten von 20.000 bis 25.000 Euro haben sich bereits für die ersten sieben Quadranten Stifter gefunden. Der vorgestellte Modellteil wurde von der Sparkasse finanziert, das sechste ist in Arbeit und soll im Oktober fertig werden, für das siebte wird gerade die Finanzierung auf den Weg gebracht. „Viele kleine Stifter können aber auch gemeinsam einen Quadranten stemmen“, motivierte Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Hubert Herpers zu bürgerschaftlichem Engagement auch für das Stadtmodell.

Hans Dieter Collinet, Vorsitzender von „aachen_fenster“, freute sich indes über Interesse und Unterstützung seitens Wirtschaft und Verwaltung: „Anfang 2016 haben wir Halbzeit für den Innenstadtbereich, ehrgeizig gedacht könnten wir 2017 den ganzen Kernbereich im Modell abbilden.“

Die Stadt Aachen stellt mit einem Raum im Erdgeschoss des Hauses Löwenstein am Markt vor allem einen zentralen Ausstellungsort für den Stadtteppich und das dreidimensionale Stadtmodell. Zurzeit sind die Initiatoren zudem im Gespräch mit der Stadt, um beides Teil eines touristischen Konzepts werden zu lassen. Denn im Moment können die ehrenamtlich agierenden Architekten nur auf Anfrage oder zu besonderen Gelegenheiten wie dem „Tag der Vereine“ am 27. September die Räume öffnen und Führungen anbieten.

Dass aber nicht nur Fachkollegen – wie zum Beispiel beim Wettbewerb zur Entwicklung des Büchels –, sondern auch langjährige Bürger, Neubürger und Touristen Stadtmodelle positiv nutzen können, davon sind die Macher uneingeschränkt überzeugt. Sich einbringen in Stadtentwicklungsprozesse, sie nachvollziehen oder sich auch schlicht besser orientieren – all das ermöglichten die Modelle im Maßstab 1:500.

Dass gerade die vermeintlich unveränderbar scheinende Innenstadt enorm viel Entwicklungspotenzial und -notwendigkeit bei gleichzeitig herausfordernden Rahmenbedingungen durch feststehende Straßenzüge, Grünflächen und Bebauung biete, lasse sich so oft ebenfalls auf einen Blick sehen.

„Durch den Gulliver-Effekt – das Kleine überwältigt das Große – erfährt man auch eine gewisse Demut und Verantwortung für die nachfolgenden Generationen“, meinte Ina-Marie Orawiec von „aachen_fenster“.

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