Bäckerball: Die „Backstreet Boys“ heizen den Ofen an

Von: Esra Güner
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Ausgelassen: Der 62. Bäckerball überzeugte mit einem bunten Bühnenprogramm und jeder Menge Live-Musik. Im Foyer feierten die Narren noch bis tief in die Nacht eine rauschende Fastelovvendsparty. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Dass die Aachener Bäcker bestens für das leibliche Wohl sorgen, ist bekannt. Dass das genauso für das seelische Wohl gilt, beweisen sie immer wieder aufs Neue, auch beim diesjährigen 62. Bäckerball des Karnevalsvereins der Aachener Bäcker.

Die Öcher Bäcker heizten die Stimmung so an, wie sie es ansonsten mit ihren Öfen tun. Im restlos ausverkauften Eurogress feierten 1300 Jecken ausgelassen den Startschuss für das närrische Finale.

Auch diesmal hatte der Klassiker unter den Aachener Karnevalsveranstaltungen ein buntes Bühnenprogramm im Gepäck. Auf los ging’s los: Im Anschluss an den Kinder-Chor „Kenger vajjen Beverau“ übernahm die neunköpfige Truppe um „Die Ratsherren“, oder um es mit den Worten von Moderator Michael Nobis zu sagen, die „Backstreet Boys der Tanzmusik“, den Salon und heizten mit Trompete und Zylinder das Stimmungsbarometer an.

Große Gefühle mit Jupp Ebert

Für kräftige Lacher sorgte das „Wall Street Theatre“, dass die Stimmung im Saal zum Beben brachte. Herr Schultze und Herr Schröder boten eine explosive Mischung aus trockenstem englischem Humor, exzentrischem Mimenspiel und einer Prise Artistik – und ließen die ersten umjubelten „Zugabe“-Rufe erklingen. Artistisch auf höchstem Niveau waren die 55 Tänzer der Fidele Sandhasen, die für ihre waghalsigen Einlagen mit tosendem Applaus belohnt wurden.

Spätestens bei den „4 Amigos“ brauchten die Gäste auch keine Stühle mehr. Kaum sagte Moderator Michael Nobis sie an, schon flippten die Narren im Saal aus. Die Superstars im Öcher Fastelovvend wurden ihrem Ruf gerecht und sorgten für eine Bombenstimmung. Für die überaus feierwütigen Karnevalisten wurden die Stühle zum Tanzparkett; Amigos und Publikum waren sich schnell einig: „Wir Öcher liiieben das Leben“.

Mitsingen war auch bei Jupp Ebert, dem „Joe Cocker va Oche“ angesagt. Besinnlich und sentimental wurde es, als er die von ihm gesungene Jubiläumshymne des AAK (der Dachorganisation aller Aachener Karnevalsvereine) anstimmte. Die bunt kostümierten Zuschauer tanzten und wippten im Takt. Das Öcher Original Lennet Kaan alias Dirk von Pezold machte weiter mit dem heiteren Lokalkolorit.

Am Schluss wurde es dann königlich: Im klingenden Spiel mit Pauken und Trompeten zogen der bunte Hofstaat ein. Prinz Bernd I. (Marx) an der Spitze, und der Saal jubelte dem Kurstadt-Herrscher mit schwarz-gelben Fähnchen zu. Der Prinz der Kejserstadt bedankte sich für den tollen Empfang, ruft kräftig zum „Drejmoel Oche Alaaf!“ aus und tanzte mit seiner Truppe zu „Tage wie diese“ von den Toten Hosen.

Die Bäcker machen Überstunden

Wie beim Song der Toten Hosen war auch hier „kein Ende in Sicht“. Denn feierwütig waren auch noch einmal 1300 Gäste, die während und nach der Sitzung beim eigentlichen Ball die Nacht zum Tag machten. Vier Tanzflächen garantierten Partymusik für jeden Geschmack – auch live: Im großen Foyer spielten die „Wheels“ und „Pearls and Pigs“ das Beste aus den 70ern bis heute.

Michael Nobis zeigte sich begeistert und zog als Präsident des Karnevalsvereins der Aachener Bäcker nach der vierstündigen Show Bilanz: ein großartiges Publikum und tolle Gäste – was will man mehr? Das Fazit von Karnevalist Karl Weinberg gibt ihm Recht: „Eine super Stimmung, wie jedes Jahr“.

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