B258n: Umgehung im Norden so gut wie gestrichen

Von: mh
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Richterich. Fast zehn Jahre sind ins Heydener Ländchen gegangen, seit das Tauziehen um den Bau einer neuen Ortsumgehung für Richterich begonnen hat. Jetzt verdichten sich die Hinweise, dass die heftig umstrittene B258n endgültig als Karteileiche in den politischen Archiven verschwindet.

„Die Landesregierung hat das Projekt nicht mehr in die Prioritätenliste für den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen, der 2015 wirksam werden soll“, erklärte Helmut Ludwig vom Fraktionsbüro der Grünen unter Berufung auf den Aachener Landtagsabgeordneten Reiner Priggen.

Damit tendiere die Wahrscheinlichkeit, dass die Pläne doch noch realisiert werden könnten, spätestens jetzt gen null, meinen die Gegner des Projekts. Zwar wird es noch eine Anhörungsrunde mit verschiedenen Trägern öffentlicher Belange wie der IHK geben. „Wir werten die Entscheidung auf Landesebene aber als klares Signal, dass die Umgehung nun endgültig vom Tisch ist“, sagte Ulrich Pathe von der Bürgerinitiative „B258nein“.

Die hatte das Projekt stets als ökonomisch und vor allem ökologisch unvertretbar kritisiert. So müsse die Trasse durch teils geschützte Landschaft geführt werden, der Stadtteil Richterich werde durch die neue Bundesstraße nochmals „durchschnitten“.

Auch von Seiten der örtlichen Politik waren die Pläne zuletzt als „absurd“ und völlig unnötig gebrandmarkt worden. Zumal die geschätzten Kosten von zunächst rund 3,5 Millionen auf am Ende bis zu 30 Millionen Euro geklettert waren.

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