Aachen - Ayse Uludag ist ein Beispiel für deutsch-türkisches Verständnis

Ayse Uludag ist ein Beispiel für deutsch-türkisches Verständnis

Von: Eva Onkels
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Die Stille-Helden-Preisträgerin 2016: Ayse Uludag mit OB Marcel Philipp, Dr. Okan Akin und Reiner Bertrand (von links). Foto: Eurotürk

Aachen. Helden müssen nicht laut und stark sein, viele echte Helden sind oft still und nahezu unauffällig. Dennoch erzielen sie damit häufig die größten und wichtigsten Veränderungen in Gesellschaften. Genau diese stillen Helden möchte die Deutsch-Türkische Gesellschaft Eurotürk mit ihrem „Stille Helden Preis“ ehren.

Die Träger des Preises sind Menschen aus Aachen und Umgebung, die sich für die deutsch-türkische und darüber hinausgehende internationale Freundschaft einsetzen. Erstmals wurde der Preis 2004 an Brigitte Jungheim verliehen, die damals ausländischen Studenten als Leiterin der Wohnheimverwaltung des Studentenwerks nicht nur Wohnungen vermittelte, sondern ihnen auch bei der Integration half.

Zwölf Jahre später ist Ayse Uludag, Vorsitzende des Vereins Cati Kalem, Preisträgerin des „Stille Helden Preis 2016“. Die 1953 in einem Dorf in der Nähe von Amasya Geborene gründete 1999 mit ihrem zweiten Mann den Verein, der bis heute Kinder aus der Türkei, dem Irak, Bosnien, Indien oder auf den Philippinen unterstützt. Ihre Wohltätigkeitsessen, von denen es mittlerweile in Aachen bereits 60 gegeben hat, werden sehr geschätzt. Mit Hilfe von Paten unterstützt der Verein derzeit 35 Kinder.

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft Eurotürk ihrerseits ist eine Gesellschaft, die sich aktiv im Bereich der Bildung und Ausbildung engagiert sowie als Vermittler für Ausbildungsplätze auftritt. Sie will das Zusammenleben von Türken und Deutschen, aber auch Menschen jeglicher anderer Nationalität und ethnischer Herkunft fördern.

Dieses Engagement ist besonders in der Städtepartnerschaft von Aachen und Sariyer, einem Stadtteil Istanbuls, zu sehen. Einerseits ging die Partnerschaft auf den Verein zurück, andererseits sind in diesem Jahr gerade neun Krankenpflegeschüler aus Sariyer für ein Praktikum in Aachen, das sie im Marienhospital sowie im Kreiskrankenhaus Marienhöhe absolvieren. Rolf-Leonhard Haugrund, ehemaliger Geschäftsführer der Katholischen Stiftung Marienhospital sowie Preisträger von 2006, war maßgeblich an der Kooperation beteiligt.

„Wir möchten, dass Deutsche und Türken die Grenzen überwinden und dass Freundschaften entstehen“, erklärt Reiner Bertrand, der Vorsitzende des Vereins. Großes hat der Verein zudem dieses Jahr noch vor. Erstmals soll auch ein internationaler „Stille Helden Preis“ vergeben werden.

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