AWO kämpft für Vielfalt und Toleranz

Von: Claudia Heindrichs
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Mahnwache auf dem Münsterplatz: Große und kleine Freunde der AWO demonstrierten für Toleranz und Weltoffenheit. Foto: Andreas Steindl
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Klare Aussage: Özgür Kalkan, stellvertretender Geschäftsführer der AWO-Aachen, fordert auch zum Kampf gegen Rassismus in Netzwerken. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Präsident Donald Trump in den USA, die AfD in den Landesparlamenten von Hamburg, Sachsen oder Thüringen: Sie grenzen Andersdenkende aus. Lebendige Vielfalt wird als Gefahr statt als Chance gesehen. Doch nicht nur auf der großen Bühne, sondern auch im Alltag bekommt Rassismus immer mehr Raum.

Aus diesem Grund beteiligte sich am Dienstag die Arbeiterwohlfahrt Aachen (AWO) auch in diesem Jahr wieder am „Internationalen Tag gegen Rassismus“ mit einer Mahnwache am Münsterplatz. „Demokratie heißt Hinsehen und Gesicht zeigen“, sagt Özgür Kalkan, stellvertretender Geschäftsführer des AWO Kreisverbands.

„AWO gegen Rassismus – AWO für Vielfalt“ war das Motto der Mahnwache und der bunten Postkarten, die auf dem Münsterplatz verteilt wurden. Darüber hinaus hatten alle Mitwirkenden die Möglichkeit, ein persönliches Statement abzugeben: Der Satz „Ich bin gegen Rassismus, weil..“ wurde individuell vervollständigt und an ein aufgespanntes Seil geheftet. Kinder mit ihren Eltern, Senioren aus den Einrichtungen der AWO, sowie deren Mitarbeiter und viele Aachenerinnen und Aachener nahmen an der Mahnwache teil.

Seit knapp 100 Jahren setzt sich die AWO für Demokratieförderung und Bekämpfung von Rechtsextremismus ein. „Als Organisation der Zivilgesellschaft sehen wir uns in der Pflicht, öffentlich gegen Rassismus Stellung zu beziehen. Leider ist es heute notwendiger denn je“, meint Kalkan. Die niedrige Hemmschwelle in sozialen Netzwerken, fremdenfeindliche Äußerungen zu verbreiten, sei ein wesentliches Problem der heutigen Zeit. „Dem muss man entschieden entgegentreten“, fordert Kalkan.

Gaby Lang vom AWO Begegnungszentrum Preuswald hat ihre eigene Philosophie für eine gut funktionierende Gesellschaft: „Wir müssen Migranten und Flüchtlinge an unserer Kultur teilhaben lassen und uns selbst für die Kultur der Anderen öffnen. Wenn das klappt, profitieren wir letztendlich alle von der kulturellen Vielfalt.“ Genau deshalb sei es so wichtig, auf Rassismus aufmerksam zu machen, über Vorurteile zu reden und durch Aufklärung und Offenheit ein respektvolles und tolerantes Miteinander zu schaffen, so der Tenor unter allen Beteiligten.

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