AWO hat mehrere Generationen zum „Wunschpunsch“ eingeladen

Von: Marie Eckert
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In bester Tradition: Die AWO – vorne Vorsitzender Karl Schulheis – hatte zahlreiche Kinder ins Theater eingeladen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Ränge im Theater Aachen waren mit eher unüblichem Publikum besetzt: Mehrere hundert Kinder aus Kitas und Grundschulen kamen, um das neue Familienstück nach einem Kinderbuch von Michael Ende zu sehen. „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ ist der etwas sperrige Name des Stücks, das eine wichtige Botschaft verbreitet: Gemeinsam geht alles leichter.

Schon in den 60er Jahren war es bei der Arbeiterwohlfahrt in Aachen Tradition, Kinder und ihre Eltern in der Vorweihnachtszeit ins Familienstück des Theaters einzuladen. Seit sechs Jahren lebt diese Tradition wieder auf. Die AWO hat sechs ihrer Kitas, sechs Grundschulen und zehn Seniorenbegegnungsstätten zum vergünstigten Preis ins Theater eingeladen – für viele der erste Theaterbesuch, wie Karl Schultheis, Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Aachen-Stadt, sagte.

„Vielen Kindern und jungen Menschen wollen wir überhaupt erst den Weg ins Theater zeigen, sozusagen ein Stück Barrierefreiheit schaffen“, erklärte er. Das Theater sei weitab von Tablets und Smartphones ein besonderes Erlebnis. „Wenn man sich ein Theaterstück ansieht, geht es um Mitfühlen und Mitbangen“, fügte Gabriele Niemann-Cremer, Geschäftsführerin der AWO Kreisverband Aachen-Stadt, hinzu.

Die Geschichte des Stücks: Es sind nur noch wenige Stunden bis zur Silvesternacht, Professor Beelzebub Irrwitzer (Björn Jacobsen) steht in seinem Labor und mischt unheilbringende Flüssigkeiten zusammen. Der Bösewicht hat sich nämlich vertraglich bei „Seiner höllischen Existenz“ dazu verpflichtet, jedes Jahr für Naturkatastrophen, Seuchen und sonstige Unglücke zu sorgen. Sein Pensum fürs aktuelle Jahr ist noch nicht einmal annährend erfüllt und zu allem Überfluss hat er auch noch Kater Maurizio di Mauro (Hannes Schumacher) am Hals, der vom Hohen Rat der Tiere als Spion auf ihn angesetzt wurde – schließlich wollen auch die Tiere wissen, wie es jedes Jahr zu den Unglücken kommen kann. Nur noch der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch, ein sagenhafter Zaubertrank, der jeden ausgesprochenen Wunsch erfüllt, kann ihm und seiner Tante Tyrannja Vamperl (Annette Weitzmann), einer Geldhexe, helfen. Rund 500 Karten konnte die AWO vergünstigt anbieten, den Kindern, Lehrern, Erziehern, Eltern und Großeltern. Und eines war sicher: Nach dem Ende des Familienstücks ist so manch ein neuer Theaterfan zufrieden nach Hause gegangen.

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